Isuzu Trooper eTAgas

Isuzu Trooper eTAgas Isuzu Trooper eTAgas

Isuzu Trooper eTAgas

— 24.03.2002

Ich geb Gas, ich will Spaß

Von außen sieht man es ihm nicht an: Der Isuzu Trooper eTAgas kombiniert Benziner-Fahrkultur mit Diesel-Kosten.

Flüssiggas als günstige Alternative

Auch wer sich nicht mit stinkenden Dieselzapfpistolen plagen und seine Nachbarn mit nagelndem Kaltstart quälen will, kann beim Tanken kräftig sparen: mit Gasantrieb. Isuzu bietet den komfortablen Trooper 3.5 V6 ab Werk mit Gasanlage an - und das zur Einführung ohne einen Pfennig Aufpreis. Isuzu vertraut dabei nicht auf den problematischen Erdgasantrieb, sondern installiert eine bewährte und absolut sichere Flüssiggasanlage.

Flüssiggas erscheint zwar ökologisch weniger vorteilhaft als Erdgas, weil es aus Erdöl gewonnen wird; es hat im Auto aber entscheidende Vorteile: Es ist kompakter und kann mit niedrigerem Druck gelagert werden - nur rund 2 bis 7 bar gegenüber den 200 bar bei Erdgas. So ist kein immens schwerer, dickwandiger Panzertank nötig.

Das Tanken läuft kaum anders ab als beim Benzin: Zur Tankstelle fahren, Zapfpistole anschließen, tanken. Nur dass man dabei einen Knopf an der Zapfsäule gedrückt halten muss, sonst stoppt die Pumpe. Ist der Tank voll - er wird aus Sicherheitsgründen nur zu 80 Prozent gefüllt -, schaltet die Zapfsäule automatisch ab. Bei den meisten Gas-Tankstellen muss man erst eine Adapterschraube einsetzen, bevor die Pistole auf den Anschluss passt. Das klingt umständlich, doch schon beim zweiten Mal geht das Gas-Tanken schnell von der Hand. Pro Liter ist das Flüssiggas leichter und enthält weniger Energie als Benzin. Deshalb kann man den Literpreis von rund 0,55 Euro nicht dem Benzinpreis von rund 0,95 Euro gegenüberstellen.

1200 Kilometer Reichweite

Denn der Wagen verbraucht mehr Gas als Benzin. Im ersten Test konsumierte er im gemischten Einsatz 15,6 Liter Gas auf 100 km - gegenüber 12,5 Liter Benzin bei gleicher Fahrweise. Die Rechnung geht trotzdem auf. Unterm Strich ergeben sich auf 100 Kilometer Kraftstoffkosten von 8,57 Euro (Gas) gegenüber 11,59 Euro (Benzin). Ersparnis: drei Euro. Der Isuzu Trooper mit Common-Rail-Diesel kostet bei 11 Liter Verbrauch 8,96 Euro pro 100 km. Dafür ist der Diesel in der Versicherung teurer; und wenn man ihn nicht nach Gewicht besteuern lässt, zahlt man auch mehr ans Finanzamt.

Ein Zusatzvorteil des Gas-Trooper ist seine enorme Reichweite: Sind beide Tanks voll, kommt man gut 1200 Kilometer weit. Zwischen Gas- und Benzinbetrieb umschalten kann man problemlos während der Fahrt - durch simplen Knopfdruck. Theoretisch ist bei Gasbetrieb die Motorleistung etwas geringer; doch beim Fahren wird das nicht spürbar, der ruhig laufende, angenehm klingende Sechszylinder hat so oder so genug Reserven.

Als einziger, aber bedeutender Nachteil der Gasanlage bleibt das erheblich eingeschränkte Kofferraumvolumen: In der rechte Hälfte des großen Ladeabteils macht sich, unter einer stabilen Umkleidung verborgen, der Gas-Tank breit. Je nach Wohnort kann man außerdem die Gas-Vorteile nicht durchgängig nutzen: Das Tankstellennetz wächst zwar stetig, weist aber noch Löcher von 50 und mehr Kilometer auf.

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