Italienisches Design in Genf

Giogiaro Quaranta Fioravanti Hidra

Italienisches Design in Genf

— 27.02.2008

Picobello sauber

So schön können sparsame Umweltautos aussehen: dynamisch, sportlich, elegant. Die besten Formengeber springen in Genf auf den Öko-Trend auf – Arrivederci Tristezza!

Wenn die vorderen Flügeltüren hochklappen, dann eröffnet dieses fast zwei Meter breite Coupé ganz neue Perspektiven. Willkommen beim Sintesi – dem Elektroauto der anderen Art. Wie es sich für italienische Designer gehört, verpackt die Studie den sauberen, gerade sehr angesagten Elektroantrieb in atemberaubende Formen: Hinter der Raubvogelnase streckt sich die endlose Frontscheibe, spannende Flanken fließen bis ins hohe Heck. So schön kann ein Stromer sein – und so wenig nach Müsli schmecken. Im Sintesi, den Firmenchef Andrea Pininfarina in beim 78. Auto-Salon in Genf enthüllen wird, steckt ein ungewöhnliches Antriebs-Team. Vier Brennstoffzellen, je eine pro Rad, leisten zusammen 80 kW.

Der Sintesi bezieht seine Energie aus vier Brennstoffzellen

Vier gewinnt: Statt einer Kraftquelle hat der Sintesi gleich vier Brennstoffzellen an Bord.

Eine Hochspannungs-Batterie schießt im zuschaltbaren Sport-Modus kurzzeitig nochmals 80 kW zu. Damit beschleunigt der 1,8-Tonner in 7,5 Sekunden auf 100 km/h und soll auf der Autobahn 248 km/h rennen. Theoretisch und nur für knapp fünf Minuten. Mit den Brennstoffzellen allein sind es 191 km/h. Unterwegs beherrscht der Sintesi das bekannte Energiespiel eines Hybriden. Die Brennstoffzelle lädt die Batterie, auch beim Bremsen fließt Energie zurück in den Speicher. Nur welcher Saft die Brennstoffzelle antreiben soll, das verrät Pininfarina vor Genf (noch) nicht. Muss er auch nicht, der Sintesi ist zum Träumen da.

Italdesign feiert in Genf mit dem Quaranta 40. Geburtstag

Schnelles Geschenk: Der Giugiaro Quaranta sprintet in vier Sekunden auf Tempo 100.

Ein großer Name feiert in Genf Geburtstag: Italdesign wird 40. Und "Quaranta", Italienisch für 40, heißt daher die Studie, die Firmeninhaber Giorgetto Giugiaro und sein Sohn Fabrizio auf der Messe enthüllen werden. Ein flacher, allradgetriebener Hybrid-Sportler, italienisch extrem und eine Erinnerung an die Wurzeln des Design-Pioniers. Vor 40 Jahren entwarf der junge Giorgetto, zuvor bei Bertone und Ghia tätig, als erstes Auto seiner neuen Marke den Bizzarrini Manta – ein radikales Mittelmotor-Coupé, das nie in Serie ging. An diesen Startschuss seines Vaters will Fabrizio Giugiaro optisch wie technisch anknüpfen. Besaß der Manta noch einen V8-Benziner von Chevrolet, trägt der "Quaranta" wieder einen Mittelmotor – diesmal einen Hybrid-Antrieb mit Allradtechnik von Toyota.

Der V6-Benziner schickt seine Kraft an die Hinterachse, während die Vorderachse elektrisch angetrieben wird. Zur Leistung schweigt Giugiaro. Angeblich sprintet der Quaranta in vier Sekunden auf Tempo 100 und läuft 250 km/h Spitze – ein Verdienst der ausgefeilten Aerodynamik. Der Heckspoiler etwa soll von der Formel-1-Forschung "inspiriert" sein. Eines steht fest: Selten wurde ein Hybrid-Auto so verführerisch verpackt wie der Quaranta. Flaches Dach, extreme Keilform und ein breites, senkrechtes Heck – der Quaranta könnte den verrückten 70ern entsprungen sein. Zur optischen Dramatik passt, dass an der Studie keine Türen öffnen, sondern ein großes Dachpaneel, das bis in die Flanken reicht. Der Fahrer sitzt in der Mitte, daneben finden zwei Erwachsene und ein Kind Platz. Sollte das ein Familienauto sein? Da muss dann auch Fabrizio Giugiaro lachen

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