Volvo XC40 trifft auf Jaguar E-Pace

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Jaguar E-Pace/Volvo XC40: Test

— 17.10.2017

Sind die was Besseres?

Die neuen kleinen Hochsitze von Jaguar und Volvo wollen was Besseres sein. Aber was taugen die Luxus-Babys E-Pace und XC40 im Alltag?

Dass sie anders sind, zwinkern sie dir schon auf 50 Meter Abstand zu. Subtil, mit dem Katzenkopf im sechseckigen Grill oder einer Haube, so klar wie der Horizont im Norden. Jaguar und Volvo, bisher auf Luxuslimos und teure SUV abonniert, tragen ihren Image-Bonus in die Mittelklasse. Selbst die kleinen Hochbeiner beherrschen die Kunst, teuer und wertvoll zu erscheinen. Gekonnt zeichnet der neue E-Pace Hüftschwung und Heckleuchten vom Jaguar F-Type nach, der XC40 trägt wieder Rückstrahler in der Form von Elchgeweihen oder kerzengerade Türfugen.

Für die Passagiere ist der XC40 die bequemere Wahl

Luftig: Der Volvo XC40 bitetet mehr Platz und mauert seinen Fahrer nicht so ein wie der der E-Pace.

Dazu kommt ein Schuss Frisches, Neues – die dreieckige Dachsäule beim Volvo oder die Blechabnäher in den Jaguar-Flanken – schon stechen die Luxus-Zwerge aus der Masse der Tiguane heraus. Schön, aber auch gut? Der E-Pace ist enger, mauert seine Insassen ein. Vorn mit dem vorspringenden Cockpit wie im Range Rover Evoque (spendet dem Jaguar-SUV die Technik), hinten durch den hübschen, aber störenden Fensterschwung. Rausgucken oder sich bewundern lassen gelingt im Volvo deutlich besser – wie gut, wenn eine tiefe Heckscheibe zur Design-DNA gehört. Der XC40 wirkt nicht nur luftiger, sondern bietet auch mehr Platz, etwa so viel wie ein BMW X1. Ein Praktiker will der Schwede sein, hat die Türtaschen frei geräumt für große Flaschen und ist sich nicht zu fein, in der Mittelkonsole einen Mülleimer zu öffnen. Das hat noch kein VW gebracht.
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Der E-Pace lässt sich ordentlich mit Extras aufrüsten

Luxus: Der Jaguar E-Pace setzt auf ein edles Interieur, die Aufpreisliste ist lang und verlockend.

Auf der Mittelkonsole trägt der Jaguar (ab 51.075 Euro) lieber Leder, die schönste Aussicht ist der Blick in die Liste der Extras. Da warten neun verschiedene Sitze, sieben Leder, neben Metallic- auch Premium-Metalliclack und Räder bis zu angeberischen 21 Zoll Größe (beim Volvo maximal 20 Zoll). Wir erwarten Luxus-Schlachten wie beim Evoque, der im Schnitt für 55.000 (!) Euro geordert wurde. Zudem bietet Jaguar mehr Motoren: drei SCR-gereinigte Diesel von 150 bis 240 PS und zwei Vierzylinder-Benziner mit 249 und 300 PS. Deutlich dünner dagegen Volvos Programm zum Start: nur ein 247-PS-Benziner und ein 190-PS-Diesel ab 44.800 Euro, mit Automatik und Allrad. Gespannt sind wir ab 2018 auf den Basis-Benziner mit drei Zylindern, 156 PS, Handschaltung und Frontantrieb – so wenig Volvo gab's noch nie.
Alle News und Tests zum Jaguar E-Pace

Die Schweden meinen es wirklich ernst, mit ihrem Baby-Elch auch gegen die Besten vom Schlage eines Tiguan anstinken zu wollen. Wetten, dass einige VW-Käufer schon jetzt zum Volvo hinüberschielen?
Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Eins vorweg: Der E-Pace und der XC40 werden unter Garantie die Bestseller ihrer Marken. Auch weil sie Look und Gefühl von oben konsequent in die Tiguan-Liga bringen. Das macht diese SUV-Klasse noch attraktiver - uns freut's.

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