Jaguar in der Krise

Jaguar in der Krise

Jaguar in der Krise

— 26.01.2007

Quo vadis, Kätzchen?

Jaguar werde laut "Detroit News" auch in den kommenden Jahren rote Zahlen schreiben. Was hat Ford mit seiner Edel-Tochter vor?

Die angeschlagene Luxus-Marke Jaguar (Tochter von Ford) hat 2006 der "Detroit News" zufolge 715 Millionen Dollar Verlust eingefahren. 2007 werde sich der Fehlbetrag voraussichtlich auf 550 Millionen Dollar belaufen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf interne Konzernpapiere. Danach soll der Verlust 2008 zwar auf rund 300 Millionen Dollar reduziert werden, schwarze Zahlen seien aber noch für mehrere Jahre nicht in Sicht.

Ford, der zweitgrößte US-Autobauer, hat in den vergangenen Jahren tief in die Tasche gegriffen für die ehemals britische Traditionsmarke mit dem Jaguar auf der Motorhaube. Seit der Übernahme von Jaguar im Jahr 1989 für 2,82 Milliarden Dollar hatte Ford Schwierigkeiten, mit den Luxuskarossen Geld zu verdienen. An der Börse drängen viele Experten deshalb auf einen Verkauf der Sparte. Ford selbst setzt derzeit tiefgreifende Änderungen in seinem Nordamerika-Geschäft um. Der Konzern weist die Jaguar-Bilanzen in seinen Geschäftszahlen nicht gesondert aus. Für die Ergebnisse der Ford-Luxus-Sparte, die Premier Automotive Group, gilt Jaguar jedoch als die größte Belastung.

Eine weitere Maßnahme aus dem Hause Ford betrifft die in den USA beliebte Champcar Serie. Wie Ford-Motorsport-Chef Dan Davis mitteilte, wird sich Champcar-Mitbesitzer Kevin Kalkhoven einen neuen Hauptsponsor suchen müssen. "Wir haben all unsere Motorsport-Aktivitäten auf Einjahrespläne ausgelegt, und entschieden, dass dieses Sponsor-Engagment mit unseren momentanen Geschäftszielen nicht übereinstimmt", ließ Dan Davis verlauten.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.