Connected Car: Jaguar Land Rover entwickelt Schlagloch-Warner

Jaguar Land Rover entwickelt vernetzten Schlagloch-Warner

— 11.06.2015

Der intelligente Löcher-Sucher

Jaguar Land Rover erforscht und erprobt einen Schlagloch-Sucher. Entdeckt er eines, soll er über eine Cloud auch nachfolgende vernetzte Autos warnen.

Schlaglöcher sind eine wirklich fiese Sache: zack, bumm, Reifen platt, wenn's blöd läuft. Wenn's noch blöder läuft, ist sogar die Achse durch oder der Hintermann knallt hinten drauf. Jaguar Land Rover arbeitet derzeit an einer Technologie, die Schäden und Unfälle verhindern soll: dem Schlagloch-Warner (auf englisch lustig Pothole Alert genannt).
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Eine Schlagloch-Erkennung gibt es bei Jaguar Land Rover schon heute. Im Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport scannen hochempfindliche Sensoren permanent die Straße auf Unebenheiten ab, die das Fahrwerk über die adaptiven MagneRide-Stoßdämpfer in Sekundenbruchteilen ausgleicht. Der Schlagloch-Warner soll noch einen Schritt weitergehen und Straßenschäden schon im Vorfeld erkennen.

Neuartige Sensortechnologie und eine Kamera

Der Sensor misst, wie tief und breit das Schlagloch ist. Das Auto reagiert dementsprechend.

Dafür hat Jaguar Land Rover einen Range Rover Evoque mit neuartiger Sensortechnolgie und einer hochentwickelten Stereo-Digitalkamera ausgerüstet. "Wir erforschen, wie man die Vermessung und die Genauigkeit der Schlaglocherkennung verbessern kann, indem die kommende Fahrbahn gescannt wird. Denn auf diese Weise lässt sich vorhersagen, wie schwerwiegend ein Hindernis ist – und zwar bevor der Wagen sich ihm nähert", erklärt Mike Bell, Global Connected Car Director bei Jaguar Land Rover.

Vison: Das Auto reagiert, warnt über eine Cloud nachfolgende Fahrzeuge und informiert die Straßenbehörde.

Die Vision: Das Auto erkennt Schlaglöcher, schief stehende Gullideckel oder Rinnsteinkanten und warnt den Fahrer beispielsweise über eine Projektion auf die Windschutzscheibe, sodass der rechtzeitig reagieren kann. Noch weiter in die Zukunft gedacht: Das Auto fährt autonom und weicht der schadhaften Stelle aus. Ist das nicht möglich, fährt es langsamer oder bremst komplett ab. Ist es zudem vernetzt, kann es über eine Cloud nachfolgende, ebenfalls vernetzte Autos warnen und auch eine Meldung an die Straßenbehörde abgeben. Ob und wie die mit den Daten schneller auf Straßenschäden reagieren könnten, untersucht Jaguar Land Rover im Forschungsprojekt gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Coventry.

Autor: Maike Schade

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