Jaguar Speedster Concept

Jaguar Speedster Concept

— 06.08.2009

Alte Flunder frisch gemacht

Wenn ein reicher Mensch richtig Geld in die Hand nimmt und sich seinen persönlichen Jaguar E-Type bauen lässt, sieht das so aus. Umgesetzt hat es der Restaurator Eagle.

Die Retro-Welle rollt. Verständlich, denn manche Klassiker sind zum Weinen schön. Zum Beispiel der Jaguar E-Type. Der macht die Auto-Fans mit seinen Kurven seit über 40 Jahren verrückt. Die Technik ist natürlich schon etwas angestaubt. Deshalb hat ein solventer Jaguar-Jünger aus den USA sich seinen eigenen E-Type kreieren lassen, Geld spielte keine Rolle. Das Ergebnis heißt Jaguar Speedster Concept und durfte von den Schönen und wirklich Reichen dieser Welt auf dem Salon Privé im Hurlingham Club zu London beäugt werden. Umgesetzt hat den Blech gewordenen Traum die britische Manufaktur Eagle, die sonst in die Jahre gekommene E-Type hegt und pflegt. Das Ziel war die Beantwortung der Frage: Wie könnte ein moderner E-Type aussehen? Jetzt wissen wir es

Gene des E-Type klar erkennbar

Er fährt wirklich, wenn's sein muss, sogar Tempo 280.

Eagle nahm sich einen E-Type Roadster Baujahr 1966 zur Brust und baute darauf den Speedster auf. Von der alten Raubkatze blieb nicht viel übrig, trotzdem gibt es keinen Zweifel, wer hier seine Gene veerbt hat. Die Windschutzscheibe wurde kürzer, der Chromrahmen blieb hingegen erhalten. Insassenschutz ist hier Nebensache, die dünnen A-Säulen werden bei einem Überschlag niemanden retten. Die gesamte Alu-Karosserie rückt näher an den Asphalt, die Radhäuser haben die Edel-Schrauber vergrößert, um Platz zu schaffen für klassische Speichenfelgen mit Breitreifen im XXL-Format. Die Spur fällt wesentlich breiter aus als beim Original, sodass der Speedster deutlich massiger wirkt als der eher filigrane E-Type. Hinten blasen vier Auspuffrohre zum Halali, der Ausschnitt für das Kennzeichen wurde verkleinert.

Der Speedster rennt 280 km/h

Holzlenkrad, Leder, klassisch eben. Die breite Mittelkonsole im Alufinish ist neu.

Selbst den Motor nahm sich Eagle vor und bringt den 4,7-Liter mit sechs Töpfen auf 300 PS und 460 Newtonmeter Drehmoment. Der bringt den 1,1 Tonnen leichten Speedster in fünf Sekunden auf 100 km/h und weiter bis maximal Tempo 280, die Kraft überträgt eine eigens für das Einzelstück entwickelte, manuelle Fünfgangschaltung. Natürlich mussten auch das Fahrwerk angepasst werden, neue Aufhängungen und Dämpfer und stärkere Bremsen werden der Leistungssteigerung gerecht. Innen wurden die typischen Retro-Elemente des E-Type teilweise beibehalten, Rundinstrumente treffen auf Kippschalter und ein filigranes Holzlenkrad. Das Mini-Gestühl des Originals musste modernen Sportsitzen in Leder weichen, dazu kombiniert Eagle Alumiumoberflächen und eine breite Mittelkonsole. Ein Preis wird nicht genannt, aber wie gesagt: Geld spielte beim Bau des Jaguar Speedster Concept keine Rolle.

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