Jaguar XE/XF 2.0d XE AWD (2016): Fahrbericht

Jaguar XE und XF 2.0d XE AWD (2016): Fahrbericht

— 10.05.2016

Bayerische Gefühle im Jag

Keine Marke wandelt mehr auf BMW-Spuren als Jaguar: Jetzt bieten die Briten für die Baureihen XE und XF den kleinen Diesel mit Allrad an. Fahrbericht!

Jaguar bietet den kleinen Allrad-Diesel nicht nur im Mitteklässler XE an. Auch der XF dieselt mit allen Vieren.

Kleiner Diesel mit Allrad für Jaguar XE und XF: Die Beziehungen zwischen Jaguar Land Rover und BMW sind überaus eng. Die Briten haben sich, direkt oder über Umwege, mächtig beim bayerischen Gedankengut bedient, was sich immer mehr bezahlt macht. Jaguar und Land Rover geht es besser als je zuvor. Nachdem imagestarke Kernmodelle wie XE, XF, F-Pace oder F-Type gesetzt sind, geht es darum, die ertragreichen Volumenderivate zu platzieren. Hier führt gerade in Zentraleuropa an der Kombination aus sparsamen Vierzylinder-Diesel und Allradantrieb kein Weg vorbei. Daher sind ab sofort jeweils auch das Mittelklassemodell Jaguar XE und sein größerer Oberklassebruder XF mit einem 180 PS starken Vierzylinderdiesel zu bekommen, der seine Leistung variabel an beide Antriebsachsen überträgt.
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Ideale Kombination aus Dynamik und Sparsamkeit

Der Vierzylinder mit 180 PS drückt den XF in 8,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf bis zu 222 km/h.

Wenig überraschend schlägt sich der Vierzylinder-Commonrail-Selbstzünder in der 4,67 Meter langen Mittelklasselimousine des XE deutlich leichter. Zwar ist auch das Einsteigermodell Jaguar XE 2.0d AWD mit seinen 1660 Kilogramm kein Leichtgewicht, doch bietet er nicht nur auf langen Reisestrecken eine ideale Kombination aus Dynamik und Sparsamkeit. Der Mehrverbrauch des Allradantriebs soll zwischen 0,5 bis 0,6 Litern auf 100 Kilometer liegen, so Jaguar. Rechnergesteuert passt sich das Allradsystem binnen 165 Millisekunden an die Fahrgegebenheiten an. Das ist im Fahrbetrieb schnell zu spüren, denn selbst auf kurvenreichen Passstraßen lässt sich der Jaguar XE 2.0d AWD durch nichts aus der Ruhe bringen und setzt seine 430 Nm maximales Drehmoment problemlos in Vortrieb auf der Fahrbahn um.
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Im Normalbetrieb wird die gesamte Motorleistung an die Hinterachse gebracht. Droht hier ein durchdrehendes Rad, sorgt eine ölgekühlte Lamellenkupplung in Sekundenbruchteilen dafür, dass das überschüssige Drehmoment per Kettentrieb im Verteilergetriebe auch an die Vorderachse geleitet wird. Der Fahrer spürt von der intelligenten Technik im Hintergrund nichts und kann sich einfach nur mit dem Verkehr beschäftigen. Einen entsprechend großen Anteil an der entspannten Fahrt selbst im Grenzbereich hat auch die Achtstufenautomatik aus dem Hause ZF, die sich je nach Fahrprogramm um möglichst niedrige Drehzahlen und eine perfekte Abstimmung mit dem variablen Allradantrieb bemüht. Der Normverbrauch des XE 2.0 d AWD: 4,7 Litern Diesel.

Jaguar XE (2015): Fahrbericht

Im XF kommt der Wunsch nach sechs Zylindern auf

Sinnvolles Extra: das optionale Infotainmentsystem Incontrol Touch Pro.

Etwas schwerer tut sich der identische Zweiliter-Diesel mit gleicher Leistung eine Klasse darüber im 4,95 Meter langen Jaguar XF. So trifft ihn das gleiche Schicksal wie die Konkurrenten BMW 5er, Audi A6 oder Mercedes E-Klasse, die mit einem Vierzylinder-Diesel niemals die Souveränität eines drei Liter großen Sechszylinder-Diesels versprühen, auch wenn die Fahrleistungen allemal überzeugend sind. So wiegt der Jaguar XF 2.0d AWD nur rund 50 Kilogramm mehr als der kleinere XE. Doch wird in ihm schnell der Wunsch nach zwei Brennkammern mehr und drei Litern Hubraum laut. Über den subjektiven Eindruck täuschen auch 0 auf Tempo 100 in 8,4 Sekunden und 222 km/h nicht hinweg. Auch wenn der Normverbrauch mit 4,9 Litern Diesel beeindruckend gering ist, wünscht man sich in den prächtigen Jaguar XF mit dem 3.0d, der 300 PS und gigantische 700 Nm maximales Drehmoment bietet und dabei gerade einmal einen halben Liter mehr als der Vierzylinder verbrauchen soll. Aktuell ist der Top-Diesel jedoch noch nicht mit Allradantrieb zu bekommen.

Jaguar XF (2015): Fahrbericht

Der Basispreis für den 180 PS starken Jaguar XE 2.0d AWD liegt bei 41.900 Euro. Die meisten Kunden dürften sich zumindest für die edlere Prestige-Variante entscheiden, die bei 44.150 Euro beginnt. Der große Bruder Jaguar XF 2.0d AWD startet als schmal ausgestatteter "Pure" bei 47.660 Euro; das Prestige-Modell kostet mindestens 50.620 Euro. Allemal sinnvoll für beide Modelle: das optionale Infotainmentsystem Incontrol Touch Pro mit seinem 10,2 (XE) bzw. 12,3 (XF) Touch-Bildschirm, das mindestens 2275 bzw. 2652 Euro kostet und den Jaguaren ebenso wie die LED-Scheinwerfer gut steht.

Autor: Stefan Grundhoff

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