Sitzprobe Jaguar XF

Jaguar XF (New York Auto Show 2015): Sitzprobe

— 01.04.2015

So mischt Jaguar die Oberklasse auf

Mit dem neuen XF setzt Jaguar auf eine Mischung aus Sportlichkeit und Komfort. Wie stimmig diese Kombination den Engländern gelungen ist, zeigt die erste Sitzprobe.

Jaguar macht weiter Jagd auf BMW, Mercedes und Audi. Nachdem die Engländer mit der kleinen Limousine XE vor allem dem BMW 3er anvisierten, steht mit dem neuen XF die Kundschaft von 5er, E-Klasse und A6 im Fokus. Optisch vermittelt der XF mit stark ausgeprägten Schulterlinien, großen Lufteinlässen an der Front und Doppelendrohren am Heck einen kraftvollen und sportlichen Eindruck. Von vorne betrachtet fallen besonders die seitlichen XXL-Kühleröffnungen ins Auge, die es so stark ausgeprägt nicht einmal bei den Mercedes-AMG-Modellen gibt.

Im sportlichen Auftritt bleibt sich der XF absolut treu

Video: Jaguar XF (NYIAS 2015)

Zweite Generation des XF

Erstmals kommen bei Jaguar Voll-LED-Scheinwerfer zum Einsatz. Die Lichtsignatur der schmalen Heckleuchten ist von F-Type und XE bekannt. Der schnittige Eindruck des XF spiegelt sich auch in den Daten wieder: Die Karosserie des Neuen besteht zu 75 Prozent aus Aluminium und soll so bis zu 190 Kilogramm leichter sein als beim Vorgänger. Die Torsionssteifigkeit ist laut Jaguar um bis zu 28 Prozent gestiegen. Angeblich sank der Cw-Wert von 0,29 auf 0,26. Das Cockpit des 4,95 Meter langen XF zeigt sich im edlen Look. Holz- und Aluminium-Applikationen rahmen den mit Leder bespannten Armaturenträger ein. Farblich abgesetzte Ziernähte werten den Innenraum zusätzlich auf. Die Ledersitze sind bequem und unterstützen den Rücken angenehm. Einer Sportlimousine angemessen bieten die Sitzwangen ordentlichen Seitenhalt. Tief eingebettet ins Cockpit hat der Fahrer in der aufgeräumten Kommandozentrale alles im Blick und im Griff.

Den Arbeitsplatz des XF hat Jaguar aufgeräumt

Neues Layout: Der Dreh-Knopf für die Automatik ist jetzt zentral auf der Mittelkonsole platziert.

Der Dreh-Schalter für die Gangwahl ist nun nicht mehr links, sondern zentral in der Mittelkonsole angeordnet. Davor befinden sich die Schalter für die unterschiedlichen Fahrmodi. Darüber lassen sich die Einstellungen der Dämpfer, der Lenkung, der Motorcharakteristik und des Automatikgetriebes auf die gewünschte Fahrweise einstellen. Im 10,2 Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole steckt die neueste Generation des InControl Touch Pro Systems. Wie bei einem Tablet lässt sich schnell durch das übersichtliche Menü wischen. Der Bildschirm verfügt über eine Split-view-Funktion, die es möglich macht, dass sich der Fahrer zum Beispiel Informationen zur Routenführung ansieht, während der Beifahrer eine DVD guckt. Der Touchscreen wird hinter dem griffigen Lenkrad durch ein konfigurierbares TFT-Kombiinstrument im Format 12,3 Zoll ergänzt, das bereits im Jaguar XJ eingesetzt wird. Sämtliche Daten werden hochauflösend dargestellt und sind gut ablesbar. Auf technischer Seite kommen diverse Fahrerassistenzsysteme und ein Head-up-Display hinzu. Insgesamt wirkt das neue Cockpit hochwertiger, aufgeräumter und moderner als beim Vorgänger.

Hinten geht es jetzt geräumiger zu

Zugelegt: In Reihe zwei hat der XF-Reisende nun mehr Platz, Kopf- und Kniefreiheit sind gewachsen.

Der Einstieg in Reihe zwei fällt dank weit öffnender Fondtüren leicht. Wer das Platzangebot hinten aus dem alten XF kennt, merkt sofort, dass Kopf- und Kniefreiheit zugenommen haben. Besonders im Bereich der C-Säule rückt großen Menschen der Himmel nicht mehr unangenehm auf die Pelle. Obwohl der neue Jaguar XF sieben Millimeter kürzer und drei Millimeter flacher ist als das auslaufende Modell, bietet der um 51 auf 2960 Millimeter verlängerte Radstand im Innenraum ein Plus an Bein-, Knie- und Kopffreiheit. Der Komfort fällt also nicht dem sportlichen Äußeren zum Opfer. Da ist Jaguar in der Tat eine gute Mischung gelungen. Der Kofferraum ist tief und mit 540 Litern Volumen auf Augenhöhe mit der Mercedes E-Klasse. Marktstart für den neuen XF in Europa ist im Herbst 2015. Die Preise beginnen bei 41.350 Euro. 2016 setzt Jaguar seine Modelloffensive fort und zeigt dann das neue SUV F-Pace sowie die neue Oberklasselimousine XJ.
Robin Hornig

Fazit

Jaguar schafft beim neuen XF einen guten Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Platzangebot, Materialien und Technik im Innenraum bieten genau das Maß an Luxus, das man von einer Limousine der Oberklasse erwarten darf.

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