Jaguar XJ Facelift (2016): Fahrbericht

Jaguar XJ Facelift (2016): Fahrbericht

— 28.01.2016

Das Topmodell zeigt Muskeln

Mit einem dezenten Facelift startet der Jaguar XJ ins Jahr 2016. Er sieht erwachsener aus und hat stärkere Motoren. Fahrbericht!

Der Kofferdeckel fällt künftig weniger profan aus als noch zuvor.

Der Konkurrenzkampf in der Ober- und Luxusklasse ist hart. Selbst die BMW 7er-Reihe und der Audi A8 haben gegen Klassenprimus S-Klasse kaum eine Chance. Deshalb fällt der XJ als Topmodell der Marke als viertüriges Coupé ganz bewusst aus der Rolle. Die Briten sehen sich eher im Wettbewerb mit anderen gegen die Konvention gebürsteten Limousinen wie Maserati Quattroporte, Volvo S90 oder Porsche Panamera. Zum Modelljahr 2016 gibt's ein dezentes Facelift, einen stärkeren Diesel und ein neues Infotainment. Das grimmig dreinschauende R-Sport-Paket und die unvermeidliche Autobiography-Luxusversion runden das Bild ab. Grund genug, sich den XJ noch einmal zur Brust zu nehmen.
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Jaguar XJ Facelift (2016): Vorstellung

Eleganter Innenraum mit einem neuen Infotainmentsystem.

Viele Facelifts sind das Blech nicht wert, aus dem sie gestanzt wurden. Der Jaguar XJ bildet da eine rühmliche Ausnahme. Er sieht von vorne jetzt erwachsener, nobler und – im Vergleich zu XE und XF – eigenständiger aus. Von hinten machen neue Leuchten, ein schlankerer Stoßfänger und der weniger profane Kofferraumdeckel deutlich mehr her. Der Kunde kann zwischen drei verschiedenen Motorisierungen wählen: 3,0-Liter-Diesel (300 PS), 3,0-V6-Kompressor (340 PS), 5,0-Liter-V8-Kompressor (550 PS). Leider gibt es den Diesel und den V8 nicht mit Allradantrieb, den V8 nicht mit langem Radstand und keinen einzigen XJ als Hybrid. In Deutschland kaufen neun von zehn Kunden den Selbstzünder, der mit 300 PS und 700 Nm jetzt noch besser im Futter steht als bisher (275 PS/600 Nm). Vernunftmenschen nehmen den Diesel in der Langversion mit Grundausstattung ab 75.924 Euro, dynamische Spendierhosenträger tendieren eher zum kurzen R-Sport um 82.268 Euro. Stimmt – ein ähnlich ausgestatteter S350d ist kaum teurer.

Jaguar XF (2015): Fahrbericht

Die Achtgang-Automatik schont Nerven

Dummerweise bleibt es meist nicht bei diesem Grundpreis, denn allein für schöne Räder kann man bis zu 2280 Euro ausgeben, die Ausstattungspakete summieren sich rasch auf 10.000 Euro und mehr, und selbst der aktive Tempomat wird mit 1600 Euro in Rechnung gestellt. Gut: Navi, Ledersitze, Schiebedach und LED-Licht sind Serie. Der XJ 3.0 Diesel sprintet in 6,2 Sekunden – bei Nässe dauert es etwas länger – aus dem Stand auf 100 km/h, läuft 250 km/h Spitze und begnügt sich im Schnitt mit 5,7 Liter. Zwischen 2000 und 4000 Touren geht der 1865 Kilo schwere Fünfsitzer ab wie Schmidts Raubkatze. Hohe Drehzahlen sind dagegen seine Sache nicht, aber dem trägt die nervenschonende Übersetzung der Achtgang-Automatik bewusst Rechnung. Vor allem Vielfahrer dürften die Drei-Jahres-Garantie mit kostenlosem Service ohne Kilometerbegrenzung schätzen.

Vier Limousinen im Vergleich

Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Wer das leicht schräge Design mag, die porentiefe Britishness und die DNA mit Schwerpunkt Fahrdynamik, der bekommt mit dem Jaguar XJ zum halben Preis eines Flying Spur eine sehr ordentliche Limousine für anglophile Herrenfahrer.  

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