Jaguar XK8/XKR Cabrio und Coupé

Jaguar XKR Cabrio Jaguar XKR Cabrio

Jaguar XK8/XKR Cabrio und Coupé

— 01.10.2002

Der Modell-Athlet

Mehr Leistung, neue Farben, modernere Technik: Jaguar hat seine XK-Reihe überarbeitet. Das zeitlose Styling blieb unangetastet.

Mehr Spannkraft und Schnelligkeit

Katzen zeichnen sich durch Geschmeidigkeit und Geschicklichkeit aus. Jetzt schickte Jaguar sein hübschestes Kätzchen noch ins Fitnessstudio. Ergebnis der Kraftkur für die XK-Reihe: mehr Spannkraft und Schnelligkeit bei unveränderten Muskelpaketen. "Der Jaguar XK ist eine Design-Ikone. Deshalb haben wir das Styling unverändert gelassen", erklärt Russ Varney, bei Jaguar Chefingenieur für die XK-Reihe.

Nur unwesentliche Änderungen erfuhren die Modellembleme, Außenfarben und Alu-Räder, das Innendesign sowie die schwarz eingefassten Xenon-Scheinwerfer für die zwangsbeatmeten Raubtiere im XK-Programm: das XKR Coupé und das XKR Cabriolet.

Das entscheidende Argument für die Zurückhaltung: Der XK ist mit 70.000 verkauften Exemplaren seit 1996 Jaguars beliebtestes Sportmodell überhaupt. Doch zur Sache, Kätzchen. Unter dem zeitlos-eleganten Blechbody schlägt jetzt ein größeres, gestähltes Herz: Das Volumen stieg durch Vergrößerung des Hubs von vier auf 4,2 Liter, was zugleich eine Leistungserhöhung von 284 auf 298 PS für den XK8 und von 363 auf 395 PS für den XKR bedeutet.

Der V8 schnurrt noch gelassener

Durch eine Versteifung des Motorblocks und Feinschliff etwa an Antriebsrädern und Zahnketten erreichte man eine weitere Verbesserung der Laufkultur: Der V8 schnurrt jetzt noch gelassener, um bei Bedarf ansatzlos und ohne erkennbare Anstrengung zum Tempo-Angriff überzugehen.

Vor allem der kompressorbeatmete und ladeluftgekühlte XKR macht seinem Wappentier alle Ehre: Jaguar, abgeleitet von "Jag War", heißt so viel wie "Der im Fliegen jagt". Die mühelose Kraftentfaltung schon aus niedrigen Drehzahlregionen kommt natürlich auch vom bulligen Drehmoment: 541 Newtonmeter liegen bereits bei 3500 Umdrehungen an (XK8: 411 Nm bei 4100/min).

Den außerordentlich geschmeidigen Übergang vom samtpfötigen Schleichen zur krallenbewehrten Hetzjagd unterstützt eine neue Sechsgang-Automatik, die zwölf Prozent leichter ist als die alte Fünfgang, außerdem kleiner und flacher. Die Bosch-Mechatronic kombiniert elektronische Steuerung mit hydraulischer Schalteinheit und passt die Schaltzeiten dem jeweiligen Fahrzustand an. "Bei softer Fahrweise schaltet die Automatik jetzt noch weicher, bei sportlicher Gangart noch schneller", erklärt Varney. Die Jaguar-typisch J-förmig neben der Automatik-Gasse angeordnete manuelle Schaltkulisse verfügt jetzt ebenfalls über einen weiteren Gang.

Jaguar setzt auf mehr Sicherheit

Jaguar fahren ist nichts für rasende Heißsporne. Es bedeutet eher: Freude an der Geschmeidigkeit und dem Potenzial, das man nicht ausschöpfen muss, aber jederzeit spürt. Die Gelassenheit, mit der ein XK selbst schlechte Landstraßen meistert, erfährt man schon bei geringem Tempo.

Wenn CATS (Computer Active Technology Suspension – adaptives Dämpfersystem) an Bord ist (gehört beim XKR zur Grundausstattung), vollzieht das Fahrwerk den Übergang vom Dahingleiten zur verschärften Gangart mit bemerkenswerter Nonchalance. Eingebremst wird man eher durch die teigige Lenkung. Und die Sitze geben für einen echten Sportler zu geringen Seitenhalt.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das jetzt serienmäßige ACC, eine radargesteuerte, adaptive Geschwindigkeitsregelung, die auch nicht für kurvige Landstraßen gedacht ist. Erfreulich: Endlich verfügt der rassige Brite über Stabilitätskontrolle und Bremsassistent. Denn was nützt die ganze Fitnessarbeit, wenn das Kätzchen plötzlich den Halt verliert?

Fazit und Technische Daten

Fazit Mehr Potenzial, mehr Geschmeidigkeit: Die Fitnesskur hat Jaguars knackigster Katze überaus gut getan. Schön, dass am Styling nichts verschlimmbessert wurde.

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