Jahres-Hitliste 2003

Jahres-Hitliste 2003 Jahres-Hitliste 2003

Jahres-Hitliste 2003

— 28.01.2004

Vans und Diesel preschen vor

Jeder zehnte Neuwagen ist inzwischen ein Van, der Dieselanteil klettert bundesweit auf 40 Prozent. Zahlen und Fakten zum Autojahr 2003.

3.236.938 Erstzulassungen

Blumen für die Vans und Diesel, Watschen für die untere Mittelklasse: Die Sieger und Verlierer des Jahres 2003 stehen fest. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat seine jährliche Abschlusserhebung in Sachen Pkw-Markt vorgelegt. 3.236.938 Millionen Neuwagen wurden zugelassen, ein Minus von 0,49 Prozent, wie erwartet.

Prozentual am meisten macht das Segment der Vans her. 315.216 kleine, kompakte und ausgewachsene Vans wurden 2003 erstmals zugelassen, ein Plus von 38,19 Prozent, und ein Marktanteil von jetzt 9,74 Prozent. Mächtig Boden gutmachen konnten auch die Geländewagen (154.120 Einheiten, plus 22,6 Prozent). Beide Segmente weisen traditionell einen hohen Dieselanteil auf. Fast logisch, dass also auch die Selbstzünder zu den Gewinnern zählen: 1.292.727 Diesel-Neuzulassungen, Plus 4,57 Prozent, Marktanteil jetzt 39,94 Prozent.

Wenig erfolgreich lief das Zulassungsjahr für das Segment "Untere Mittelklasse". Mit 780.382 Neuzulassungen führt es die Hitliste zwar weiter an, mit einem Verkaufsrückgang um 83.316 Modelle (minus 9,65 Prozent) und einem Marktanteilsrückgang um 2,44 Prozentpunkte (auf jetzt 24,11) ist es aber auch der größte Verlierer. Kaum besser sieht es bei der klassischen Mittelklasse aus: 689.812 Neuzulassungen, minus 8,41 Prozent, Marktanteil 21,31 Prozent (minus 1,84 Prozentpunkte).

Gewinner gibt es vor allem unter den Importeuren. Die Hersteller aus Japan und Korea legten 2003 zusammen um mehr als zehn Prozent zu, einzelne sogar um 33,7 (Kia) bzw. 157,9 Prozent (Daewoo). Peugeot steigerte sich um 14, die spanische VW-Tochter Seat um 15,1 Prozent. Da der tschechische VW-Ableger Skoda ebenfalls ein kräftiges Zulassungsplus (10,7 Prozent) verbuchte, fällt das Volkswagen-Konzernergebnis unter dem Strich positiv aus. In Wolfsburg ruhen die Hoffnungen für 2004 nun ganz auf dem neuen Golf. Den allerdings begrüßten die VW-Kunden zur Markteinführung nicht unbedingt mit Euphorie und vielen Bestellungen.

Nach Stückzahlen liegt Mercedes-Benz hinter VW auf Rang zwei der Hersteller, dennoch zählen die Stuttgarter auf dem deutschen Markt zu den Verlierern. Die Neuzulassungen gingen um fünf Prozent auf 369.099 zurück, der Marktanteil sank von 11,9 auf 11,4 Prozent. Auch die anderen Konzernmarken von DaimlerChrysler mussten Käufer lassen: Smart minus 2,1 Prozent, Chrysler minus 16,3 Prozent.

Plätze 1 bis 50

Bald bestverkauftes Modell von Mercedes-Benz? Die E-Klasse trennen aufs Jahr gesehen nur knapp 200 Einheiten von der C-Klasse.

Plätze 51 bis 100

Neu auf 86: Smart roadster und roadster-coupé haben die Verkaufserwartungen im ersten Jahr übertroffen. 6648 Einheiten allein in Deutschland.

Plätze 101 bis 150

Mit dem Panda kehrt Fiat zu alten Tugenden zurück: pfiffig, sparsam, günstig. Hoffentlich stoppt das den Markentrend (minus 14,5 Prozent).

Plätze 151 bis 200

Zwei Samurai auf der Jagd nach Kunden und Anerkennung. Der Mazda RX-8 (990 Einheiten) liegt noch knapp vorm Nissan 350Z (924).

Plätze 201 bis 249

Der Ypsilon ist Lancias jüngster Spross. Erst Ende Oktober eingeführt, liegt er aufs Jahr gerechnet nur zwölf Einheiten hinter dem Thesis.

Hitliste der Hersteller

Die Nase im Wind: Die asiatischen Hersteller gehören zu den großen Gewinnern 2003. Kia plus 33,7 Prozent (auf 26.386 Einheiten), Hyundai plus 19,3 (34.440), Toyota plus 6,7 Prozent (110.200 Neuzulassungen). Teils böse bergab ging es beim Ford-Konzern: Ford minus 11,2 Prozent (auf 235.279), Volvo minus 25,3 Prozent (auf 31.462).

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