Jahresrückblick 2011: Tuning-Stars — 27.12.2011
Rasse mit Klasse
Wer hatte 2011 die Räder besonders schick, wer die Backen ganz besonders aufgeplustert und wer wirbelte den meisten Staub auf? Wir blicken gern zurück und zeigen Ihnen alle Tuning-Stars des Jahres.
2011 ist die Tuningbranche in der seriösen Professionalität angekommen. Beste Beispiele sind die Auftritte auf den wichtigsten Messen des Jahres, auf denen die Tuner zwar als Randgruppe, aber edel und mit massiver Power in Erscheinung traten. Der
Auto Salon in Genf, die
IAA in Frankfurt und die
Essen Motor Show waren dabei die Stationen mit dem höchsten Publikumsaufkommen, hier wollte man gesehen werden. Die Zielgruppe direkt ansprechen und Ideen holen, dafür sind Events wie die
Tuning World Bodensee, das
GTI-Treffen in Reifnitz oder die
SEMA in Las Vegas zuständig gewesen. Dort sorgten vor allem die Ausreißer für abwechslungsreiche Würze. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Maschine bis zum Bersten hochfrisiert war und das Blech breit-gespoilert, oder ob die Felgen Super-Size-Format maßen.
Rekordauto von 1989: Der JBA Dominator GTA stammt aus einer wilden Zeit.
Zum heißesten Botschafter der Kategorie "Abgefahren!" avancierte 2011 der wiederentdeckte JBA Dominator GTA, ein PS-Wüstling auf Ford-Mustang-Basis. JBA-Chef J. Bittle kündigte 1989 an, eins der schnellsten Fahrzeuge weltweit mit Straßenzulassung zu bauen. Ein V8-Motor mit über neun Litern Hubraum und 800 PS waren geplant. Tatsächlich eingesetzt wurde dann ein Fünfliter-V8 mit Kompressor und 450 PS. Am 23. April 1989 absolvierte der Dominator GTA auf einer Teststrecke in Stanfield (Arizona) mit 14 weiteren Top-Autos seine Feuertaufe. Für die damalige Zeit beeindruckende 175 mph (rund 282 km/h) wurden offiziell gemessen. Viel beeindruckender ist allerdings der zornige Look des aufgemotzten Mustangs.
Brabus trieb es 2011 mit dem Rocket 800 auf die Spitze: 800 PS und Tempo 370.
Einer, der die 800 PS tatsächlich in den Asphalt brannte, und nicht zum ersten Mal, war Bodo Buschmann. Der Brabus-Chef überraschte auf der IAA in Frankfurt mit der Neuauflage des hauseigenen Rocket. Basis für die Muskel-Limousine ist die aktuelle Generation des Mercedes CLS. Wie der erste Rocket (vorgestellt 2004), erfuhr auch die jüngste Version eine Hubraumerweiterung auf 6,3 Liter. Das zusätzliche Motortuning resultiert in einer Spitzenleistung von 800 PS und 1420 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Mit einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von über 370 km/h wanderte der Titel "Schnellste straßenzugelassene Limousine der Welt" 2011 einmal mehr nach Bottrop.
Für den Aufreger des Jahres sorgte Selfmade-Millionär Zahir Rana. Der steuerte seinen 860 PS starken Ferrari Enzo XX Evo schnurstraks in den Atlantik. Okay, ganz so leichtsinnig ging der Liebhaber schneller Autos auch wieder nicht mit seinem vom deutschen Tuner Edo Competition aufgemotzten Enzo um. Vielmehr übersteuerte das millionenteure Einzelstück kurvenausgangs, kam von der schmalen Straße ab und landete im Atlantik. Das Filmchen über seinen Abflug wurde im Internet gepostet und war tagelang Gesprächsthema.
Worüber 2011 sonst noch gesprochen wurde, zeigen wir oben in der Bildergalerie.
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Der Saab hat nen kompletten Viper-Rahmen! Nur die Karosserie ist vom Saab.