Toyota-Produktion in Japan (Archiv)

Japan: Produktion nach dem Erdbeben

— 08.04.2011

Halbe Kraft voraus!

Japans gebeutelte Autobauer wollen nach dem Erdbeben wieder in die Normalität zurückkehren. Kommende Woche laufen viele Bänder wieder – aber lange nicht auf Hochtouren.

(dpa/cj) Vier Wochen nach der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan und kurz nach einem erneuten Beben der Stärke 7,1 im Norden des Landes fahren die einheimischen Automobilhersteller ihr Produktion wieder hoch. Allerdings bleiben die Stückzahlen vorerst noch weit unter der Kapazität, von Normalbetrieb kann noch keine Rede sein. Grund dafür sind andauernde Versorgungsengpässe mit wichtigen Zulieferteilen, die nur eine Produktion von maximal 50 Prozent der ursprünglichen Stückzahlen zulassen.

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Nissan kündigte im Freitag an, die Bänder würden zwischen dem 11. und 18. April an allen japanischen Standorten wieder anlaufen. Man unterstütze seine Zulieferer weiter, damit sie möglichst schnell auf ihr früheres Fertigungsvolumen kämen, teilte das Unternehmen mit. Toyota will die Produktion an den heimischen Fahrzeugwerken nach eigenen Angaben in der Woche darauf wieder anfahren. Die Produktionswoche ab dem 18. April werde als Probelauf betrachtet, hieß es. Danach beginnen laut Unternehmen in allen Fabriken die Frühjahrsferien, die bis zum 10. Mai dauern. Wie es danach weitergehe, hänge von der Lage der Zulieferer ab. Honda erklärte, in zwei bis drei Monaten wieder mit voller Kraft produzieren zu wollen.

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Toyota hatte die Produktion nach der Katastrophe in Japan wegen mangelnder Zulieferteile zeitweise komplett stoppen müssen. In einigen wenigen Werken läuft die Produktion aber schon wieder. Der Weltmarktführer war neben Mitsubishi am härtesten von dem Produktionsausfall nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe betroffen: Sein Absatz sank im März um rund 46 Prozent auf 111.000 Fahrzeuge, Mitsubishi büßte 48 Prozent ein.

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