Jeep Cherokee 3.7 Limited

Jeep Cherokee 3.7 Limited Jeep Cherokee 3.7 Limited

Jeep Cherokee 3.7 Limited

— 15.10.2002

Wieder auf der Erde

Im AUTO-BILD-Test vor einem Jahr kippte der neue Cherokee fast um. Jetzt ist die Kippgefahr gebannt – durch eine werksseitige Tieferlegung.

Motor und Fahrleistungen

Einen glatten Fehlstart legte der seit 2001 verkaufte neue Jeep Cherokee hin: Wegen Kippgefahr bei Ausweichmanövern war er ins Gerede gekommen, die Nachfrage blieb zurückhaltend. Jetzt hat Jeep das Fahrwerk überarbeitet: Die Federn wurden gestrafft, die Karosserie tiefer gelegt. Das gilt sowohl für den hier getesteten 3.7 V6, als auch für alle anderen Versionen (2.4 Benziner und 2.5 CRD Turbodiesel mit 142 PS).

Karosserie und Qualität Der Cherokee ist zwar 4,50 Meter lang, aber 27 Zentimeter gehen auf das Konto des weit abstehenden Ersatzrads. Eigentlich ist der Jeep ein recht kleines Auto, vor allem innen. Vorn gibt es ausreichend Platz, aber hinten fehlt Knieraum. Weiche Ledersitze sind beim 3.7 Serie.

Fahrfreude und Antrieb Die V6-Version bietet einen vollwertigen Permanent-Allrad mit sperrbarem Zentraldifferenzial. Der häufiger gekaufte, aber nur 1700 Euro billigere Diesel dagegen nur einen simplen Zuschalt-Allrad. Der V6 fährt schon deshalb auf feuchter Fahrbahn wesentlich sicherer. Die lässige Automatik hat der V6 stets.

Fahrleistungen Rasant beschleunigt der 3.7 V6 aus dem Stand. Bei echten 180 km/h wird er etwas abrupt abgeregelt.

Geländetauglichkeit und Komfort

Fahrwerk und Sicherheit Immerhin: Die neue Abstimmung verhindert, dass der Cherokee kippt. Beladen fährt er trotzdem nicht souverän. Im Grenzbereich übersteuert er und verlangt deshalb Fahrkönnen. Relativ lang: die Bremswege.

Geländetauglichkeit Konstruktiv ein echter Geländewagen mit erstklassiger Steigfähigkeit und robustem Fahrwerk. Aber: Bodenfreiheit nur noch 180 Millimeter. Auch schlechter: Verschränkung nun 205 Millimeter, zuvor 215.

Komfort Der Cherokee federt annehmbar, mehr nicht. Dafür bietet der V6 in Verbindung mit der Automatik viel Antriebskomfort.

Preis und Kosten Aktuell wurden die Versicherungs-Typklassen für den Cherokee (getestete Version kostet 35.600 Euro) gesenkt, daher annehmbare Fixkosten. Aber der Verbrauch: Unter 14 Liter/100 km kommt man im Alltag kaum weg.

Fazit und Technische Daten

Das geänderte Fahrwerk rettet den Cherokee bei Ausweichmanövern – auf Kosten der Geländetauglichkeit, denn die Bodenfreiheit ist geringer geworden. Ansonsten bleibt der Jeep ein Sonderling: Innen auf der Rückbank eng, dafür außen mit unverwechselbarer Optik. Der starke V6 macht Spaß, säuft aber heftig.

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