Jeep Grand Cherokee SRT8

Jeep Grand Cherokee SRT8 Jeep Grand Cherokee SRT8

Jeep Grand Cherokee SRT8

— 16.03.2006

Stammes-Häuptling

Der stärkste und schnellste Jeep aller Zeiten soll bald in der Liga der Power-SUV mitspielen. Mit 426 PS und 6,1 Litern Hubraum.

"Der SRT8 wird zwar teurer als der bisher stärkste Grand Cherokee, aber nicht viel. Auf alle Fälle bleiben wir aber deutlich unter dem Porsche Cayenne Turbo." Das ist die Kampfansage von Jeep gegen die Thronanwärter im Segment der Power-SUV vom Schlage eines BMW X5 4,8is oder Range Rover Sport Supercharged. Doch selbst wenn der Grand Cherokee SRT8 der "schnellste und stärkste Jeep aller Zeiten" ist, scheint er mit den Alpha-Tieren aus Mercedes ML 63 AMG und erwähntem Porsche Cayenne Turbo nicht mithalten zu können. Vom kürzlich vorgestellten Cayenne Turbo S ganz zu schweigen. Doch wiehernde Pferde sind nicht alles. Dank seines niedrigeren Gewichts soll der Power-Ami schneller spurten als alle anderen.

Das "Street and Racing Technology"-Team von DaimlerChrysler hat sich des bisher größten Indianers angenommen und dem Grand Cherokee ein Hubraum-Doping verpaßt. Der 5,7-Liter-V8 wurde kurzerhand auf 6,1 Liter vergrößert, die Kompression gesteigert, die Beatmung verbessert. Fertig ist der SRT8 mit 426 PS und 569 Newtonmetern Drehmoment. Modifikationen an Fahrwerk (25 Millimeter tiefer), Bremsen (360 mm vorn, 350 mm hinten) und Optik runden das Paket ab, sollen den neuen Jeep-Häuptling in eine Riege mit den deutschen Platzhirschen katapultieren.

Die erklärten Kontrahenten des SRT8 haben zwar zum Teil deutlich mehr Pferdchen unter der wuchtigen Haube (VW Touareg W12 und Porsche Cayenne Turbo je 450 PS), die Performence des "nur" 2,17 Tonnen schweren Amis kann es aber durchaus mit den Deutschen aufnehmen: Lediglich fünf Sekunden sollen für den Sprint auf Tempo 100 vergehen, bei 250 Sachen wird abgeregelt (Touareg W12: 5,9 sek., Cayenne Turbo: 5,2 sek.)

Optisch unterscheidet sich der stärkste aller Indianer durch neue Front- und Heckschürzen, geänderte Schweller und einen mittigen Doppelauspuff von seinen Stammesbrüdern. Im Inneren empfängt er die Passagiere mit stark konturierten Sportsitzen mit Wildledereinlagen sowie Applikationen in Karbon- und Alu-Optik. Der komplette Innenraum ist in "mittlerem Schiefergrau" gehalten.

Mit etwas Glück könnte der Jeep Grand Cherokee SRT8 bereits im Juni 2006 auf den deutschen Markt kommen, dann tatsächlich Vizekönige wie BMW X5 4.8si (360 PS, 82.900 Euro) oder Range Rover Sport Supercharged (390 PS, 76.700 Euro) stürzen. Und selbst wenn der Neue ein gutes Stück teurer wird als sein kleiner Bruder 5.7 Hemi V8 (52.690 Euro), liegt er preislich immer noch am unteren Ende der Power-SUV-Riege.

Autor: Jan Kriebel

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