Jeep Renegade (2015): Fahrbericht

Jeep Renegade 1.4l MultiAir (2015): Fahrbericht

— 07.08.2015

Jeeps Benzin-Bandit

Der Jeep Renegade bekommt ein neues Benzin-Spitzenmodell. Was der 1,4-Liter-Turbo mit 170 PS im kompakten SUV kann, zeigt der Fahrbericht.

Er ist der stärkste Benziner der Baureihe: der Jeep Renegade 1.4l MultiAir. 170 PS leistet der 1,4-Liter-Turbo-Benziner aus dem FCA-Regal. Damit teilt er sich die Leistungskrone  mit dem Zwei-Liter-Trailhawk-Diesel (ebenfalls 170 PS; ab 33.500 Euro). Wie sich das 170-PS-Benzinmodell fährt und was der Motor kann, klärt der Fahrbericht.

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170 PS aus vier Zylindern: Der Turbobenziner zieht bei 2000 Touren an, dreht aber ungern hoch.

Freundlich schaut der Renegade aus, mit seinen kreisrunden Scheinwerfern und dem mattsilbernen Grill, der genau wie die Spiegelkappen zur einzigen Ausstattungslinie "Limited" gehört. Preislich liegt sie in Kombination mit dem 170-PS-Benziner bei mindestens 30.700 Euro. Serienmäßig ist der Allradantrieb und eine Neungang-Automatik. Darüber hinaus bekommen Jeep-Kunden beispielsweise einen Spurhalteassistenten, ein konfigurierbares TFT-Display (sieben Zoll) im Zentralinstrument und 17-Zoll-Alufelgen (unser Testwagen steht auf den optionalen 18-Zöllern für 590 Euro Aufpreis). Zusätzlich schmeichelt ein beheizbares Lederlenkrad den Händen. Ein 230-Volt-Stromanschluss macht den Renegade fit für Campingtrips.

Jeep Renegade (2015): Fahrbericht

Die Rückleuchten setzen ein Statement: Dieser Jeep fällt auf.

Bekannt, aber trotzdem erwähnenswert ist das gute Raumgefühl im Renegade. Vor allem die Kopffreiheit für Fahrer und Beifahrer lässt keine Wünsche offen. Aber jetzt zum Motor. Der verrichtet seinen Dienst unauffällig und läuft ruhig. Wer beim kleinen Hubraum von nur 1368 Kubikzentimeter Sorge hat, dass es an Durchzugskraft mangelt, liegt falsch. Der Turbo-Benziner stellt das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern bei 2500 Touren bereit. Bereits ab 2000 Umdrehungen geht es anständig vorwärts. Die neungängige Automatik passt sich dieser Charakteristik an. Die Anschlüsse der nächsten Fahrstufe stimmen und im Normalbetrieb schaltet die Getriebeeinheit geschliffen. Fordert man dem Renegade alle 170 PS ab, klingt der Motor ab 4000 Touren angestrengt – hoch drehen möchte der kleine Turbo-Motor nur ungern. Davon abgesehen beschleunigt das Kompakt-SUV flink und das nicht nur auf dem Datenblatt, das unserem knallgelben Kraxler 8,8 Sekunden von 0 auf 100 attestiert.

Jeep Cherokee 2.2 Diesel (2015): Fahrbericht

Gar nicht so kantig, aber immer noch markant: Die neue Jeep-Designsprache ist dem Renegade anzusehen.

Ansonsten fährt sich der stärkste Benzin-Renegade gelassen. Der Allradantrieb schaltet bei Bedarf die Hinterachse zu, davon war auf unserer Testfahrt aber nichts zu merken. Das Fahrverhalten ist unkritisch und das Fahrwerk dank der langen Federwege bequem. Mit dem Selec-Terrain-Drehsteller können die Assistenzsysteme an verschiedene Untergründe angepasst werden. Die Bodenfreiheit (198 Millimeter) und eine Wattiefe von 220 Millimetern erlauben Fahrten in leichtem Gelände. Eine Geländeuntersetzung und einen Bergabfahrassistenten wie im 140-PS-Diesel und in dem 170 PS starken Trailhawk-Renegade gibt es für den Top-Benziner hingegen nicht.

Jeep Renegade mit Basis-Benziner (1.6 E-torQ)

Der 1,6-Liter-Vierzylinder ist ein Sauger der alten Schule. Wer die Leistung abrufen will, muss ihn zwischen 3500 und 5500 Umdrehungen halten. Aber selbst dann geht es nicht wirklich befriedigend voran.

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Technische Daten Jeep Renegade 1.4l MultiAir Limited (Herstellerangaben) ∙ Motor: Vierzylinder-Benziner mit variablem Turbo ∙ Hubraum: 1368 ccm ∙ Leistung: 125 kw(170 PS)/5500 Umin ∙ maximales Drehmoment: 250 Nm / 2500 Umin ∙ Höchstgeschwindigkeit: 194 km/h ∙ 0-100 km/: 8,8 Sekunden ∙ Durchschnittsverbrauch: 6,9 l/ 100 km ∙ 140g CO2/km ∙ Basispreis: ab 30.700 Euro ∙ Testwagenpreis: 35.840 Euro.
Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Der 170-PS-Benziner kommt gut klar mit dem Renegade. Sein Drehmoment liegt früh an. Gelände-Fans dürften aber die Geländeuntersetzung und der Bergabfahrassistent fehlen – diese bekommt man im 400 Euro teureren 140-PS-Diesel (ebenfalls mit Neungang-Automatik). Plus 100 Newtonmeter mehr Drehmoment.

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