Jeep Wrangler mit BMW-V12

— 07.08.2009

Der Schöne und das Biest

Man nehme einen 2000er Wrangler Sahara, setze ihn auf das Fahrgestell eines Unimog 406 und pflanze einen 5,0-Liter-BMW-V12 unter die Haube. Das Ergebnis ist der Hammer: Oberfrankens Über-Offroader schlechthin!

Der Jeep Wrangler hat eigentlich alles, was ein richtiger Geländewagen braucht. Satte Leistung, gute Verschränkung, reichlich Böschungs- und Neigungswinkel. Er kraxelt wie eine Bergziege und ist verdammt hart im Nehmen. Reinsetzen und am besten direkt auf den nächsten Truppenübungsplatz. Da zeigt er, was er drauf hat. Einem Oberfranken reichte das offenbar nicht. Der hat zwei Jahre lang getüftelt. Dann stand das Monster hier auf seinen riesigen Traktorreifen in der Größe 12.5-20 (!). Vom Wrangler hat es die Karosse, das Dach, Kotflügel und Motorhaube behalten. Der Rest ist ein selbst zusammengestellter Mix aus derben Offroad-Leckereien. Mit Ausnahme der Maschine. Da hat der kreative Kopf zu einem 5,0-Liter-BMW-V12 mit 300 PS gegriffen.

Unimog, Mercedes G und Jeep treffen aufeinander

Das Biest aus Oberfranken: Das Fahrgestell ist von einem Unimog 406 und die Karosse von einem 2000er Wrangler Sahara.

Das Biest aus Oberfranken: Das Fahrgestell ist von einem Unimog 406 und die Karosse von einem 2000er Wrangler Sahara.

Rahmen und Portalachsen mit Trommelbremsen des Monsters sind von einem Unimog 406. Vorne und hinten gibt es 100-prozentige Sperren, die über einen separaten Kompressor per Druckluft betätigt werden. Der Rahmen ist vorne gekürzt und hinten verlängert, damit die Karosse draufpasst. Die Achsaufhängung mit Längslenkern stammt aus dem Mercedes G, die Spiralfedern vom Jeep Grand Cherokee. Beide Achsen wurden so umgebaut, dass normale Kardanwellen mit Rundflanschen montiert werden können. Am Verteilergetriebe hängen homokinetische Gelenke. Das und das Getriebe sind von Jeep, NP 231 und AX 15 mit Mega Short Shaft Kit. Eine Windenanbauplatte für WARN Typ M12000 bis 16.5 TI ist vorhanden. Alles in allem harte Teile für den noch härteren Off-Road-Einsatz!

Unter der Haube schnurrt ein V12 von BMW

Unter der Haube schnurrt ein feiner Schöngeist: Ein 5,0-Liter-V12 von BMW treibt den Wrangler an!

Unter der Haube schnurrt ein feiner Schöngeist: Ein 5,0-Liter-V12 von BMW treibt den Wrangler an!

Im auf den ersten Blick eigenartigen Gegensatz dazu steht der Motor. Der BMW-V12 aus dem 750i ist eigentlich eher ein Leisetreter und ein feiner Schöngeist. 300 PS holt er aus seinen fünf Litern Hubraum. Ordentlich Druck scheint das Aggregat aber zu produzieren, denn der Besitzer schreibt in der Anzeige zur Online-Versteigerung des Über-Allradlers, der Wrangler würde deutlich mehr Topspeed als die erlaubten 90 km/h schaffen. Das auszuprobieren, hinge aber vom Mut des Fahrers ab! 90 km/h darf der Wrangler fahren, er ist nämlich als Zugmaschine zugelassen. Ja, richtig gelesen, zugelassen. Motor, Achsen und Reifen sind eingetragen! Bei  rund 13.000 Euro steht er zur Zeit und hat den geforderten Mindestpreis noch nicht erreicht. Wer ihn haben will, soll einen Hänger mitbringen und bitte vorher Probe fahren ...

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