Jiangling Landwind

Jiangling Landwind

Jiangling Landwind

— 04.11.2005

Ein Schlupfloch in Europa

Trotz eines katastrophaler Crashtests darf der Landwind in Europa fahren – mit einer Einzelzulassung aus Deutschland.

Das China-SUV Landwind sorgt weiter für stürmische Reaktionen: Nachdem der Billig-Offroader beim ADAC-Crashtest katastrophal abgeschnitten hatte und bekannt wurde, daß der Importeur die EU-Sicherheitsnormen mit Einzelabnahmen in Deutschland umgeht, forderten Politiker ein Ende des "deutschen Schlupflochs". Schließlich könne der Wagen durch die Einzelabnahme in ganz Europa verkauft werden.

Der Trick: Statt eine generelle EG-Typgenehmigung einzuholen, kann ein Hersteller jedes Auto einzeln von einer Prüforganisation abnehmen lassen. Der Landwind-Importeur läßt das vom TüV machen. Jedes Auto wird in Deutschland zugelassen und abgemeldet. Grund: Wenn in einem EU-Staat schon einmal eine Einzelzulassung erfolgt ist, sind laut Handelsgesetzen auch die anderen Mitgliedsstaaten verpflichtet, den jeweiligen Wagen bei sich zuzulassen.

Aber das Verfahren würde auch mit Einzelzulassungen aus anderen EU-Staaten funktionieren. Ein rein deutsches Schlupfloch ist es also keineswegs. Derzeit arbeitet die EU an einer neuen Rahmenrichtlinie mit strengeren Regeln. Zudem sagt Ron Zwaans, General Manager des Landwind-Importeurs: "Bis März werden wir auch eine generelle EG-Typgenehmigung haben." Dank seines Gewichts von über 2500 Kilo muß der Landwind dafür weniger scharfe Crashnormen erfüllen als andere Autos.

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