Joint-Venture MG Rover

Joint-Venture MG Rover

— 22.11.2004

Shanghai greift nach Birmingham

Mit einer Milliarde Pfund beteiligt sich der chinesische Autoriese SAIC an einer Kooperation mit MG Rover.

Bei Rover geht es wieder mal um die Besitzverältnisse: Künftig wird die Shanghai Automotive Industry Corp (SAIC) bei der angeschlagenen britischen MG Rover mitbestimmen: Beide Konzerne wollen eine Dachgesellschaft gründen, in dem die Rechte, die Marken und das Kernvermögen der beiden Autobauer vereinigt werden, sagte ein Sprecher von MG Rover. An dieser Dachgesellschaft soll die SAIC 70 Prozent der Anteile halten – das bedeutet eine faktische Kontrolle über MG Rover.

Nicht billig: Für diesen Zusammenschluß unter einem Dach sollen die Chinesen eine Milliarde Pfund hinblättern. So erhält die frühere BMW-Tochter dringend benötigtes Kapital, um die 6100 Jobs im Werk Longbridge zu sichern. Trotzdem sollen die beiden Firmenstandorte in Birmingham und Shanghai unabhängig bleiben. "Das ist keine Übernahme, sondern eine Partnerschaft", sagte ein Rover-Sprecher. Die chinesische Regierung muß der Vereinbarung noch zustimmen.

SAIC und MG Rover wollen in das Unternehmen mehr als eine Milliarde Pfund (1,4 Milliarden Euro) investieren. Als Brautgabe für die chinesische Investition soll der Nachfolger des Rover 45 gemeinsam entwickelt werden und künftig auch auf dem chinesischen Markt laufen, so Barbara Schürmann-Arends von Rover Deutschland. Deshalb werde die Einführung der neuen Rover-Mittelklasse von 2005 auf 2006 verschoben.

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