Kalifornien macht ernst

Kalifornien macht ernst

— 23.07.2002

Gesetz gegen den Treibhauseffekt

Mit einem Gesetz will Kalifornien Autobauer in den USA zwingen, den Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge zu begrenzen. Das soll den Treibhauseffekt und die Erderwärmung verringern.

Der kalifornische Gouverneur Gray Davis hat am Montag ein Gesetz unterzeichnet, mit dem Autohersteller in den USA gezwungen werden sollen, die Treibhausgas-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu begrenzen. "Dies ist das erste Gesetz in Amerika, das substanziell die größte umweltpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts angeht", sagte Davis. Die Automobilindustrie hat das Gesetz bekämpft und will es vor einem US-Bundesgericht zu Fall bringen. Das Gesetz verlangt von den Herstellern, den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen bei ihren Autos zu begrenzen. Treibhausgase wie Kohlendioxid werden für die Erderwärmung verantwortlich gemacht.

Kalifornien ist der größte Automarkt der USA und war bereits Vorreiter bei der Einführung von Katalysatoren und bleifreiem Benzin. Nach dem neuen Gesetz muss das kalifornische Air Resources Board Vorschriften erlassen, um die größtmögliche Senkung des Ausstoßes an Treibhausgasen von Autos zu erreichen. Betroffen sind neben Pkw auch Kleinlaster und Kleinbusse. Die Vorschriften sollen allerdings erst 2006 in Kraft treten und den Autobauern bis 2009 Zeit lassen, entsprechende technische Änderungen vorzunehmen. Die Autoindustrie bezeichnet das Gesetz als "politischen Beschwichtigungsversuch". Es werde wenig zur Bekämpfung der Erderwärmung beitragen. Umweltschützer begrüßten es dagegen als wichtigen Schritt, da es die Lebensqualität schützen helfe.

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