Kamera-Drohnen im Test

Drohnentest Drohnentest Drohnentest

Kamera-Drohnen im Test

— 07.12.2016

Das fliegende Auge

Flugkünstler und fliegende Augen: Kamera-Drohnen bieten Autofans ganz neue Perspektiven. AUTO BILD hat sechs Modelle getestet.

Wie sieht mein Auto von oben aus? Bis vor wenigen Jahren musste man sich einen Hubschrauber mieten, um diese Frage zu beantworten. Heute reicht eine moderne Drohne mit Kamera, und Sie erleben die ganze Autowelt aus der Vogelperspektive. Welche Drohnen was können, haben wir mit unseren Kollegen von COMPUTER BILD getestet. Sechs Quadrocopter (Drohnen mit vier Rotoren) wurden untersucht. Die Bandbreite der Fluggeräte reicht von der kleinen Spaß­-Drohne für 60 Euro bis zum großen Profi­-Fluggerät mit hochauflösender Kamera für mehrere Tausend Euro. Die Steuerung der Überflieger ist mit ein wenig Übung für jeden zu erlernen. Flugzeiten von 15 Minuten reichen in der Regel aus, um faszinierende Foto­ und Videoaufnahmen zu machen. Wer länger in der Luft bleiben will, braucht einen Ersatzakku. Dieser ist leider nicht billig. Bei allem Spaß darf die rechtliche Seite nicht vergessen werden. Einfach losfliegen ist nicht. Was erlaubt ist, steht im Kasten unten.
Drohnen und Recht: Die wichtigsten Grundlagen
Versicherung:
Wer außerhalb von Privatwohnungen fliegen will, muss eine sogenannte Luftfahrtversicherung abschließen. Das gilt zurzeit auch für Piloten von kleinen Spaß-Drohnen.
Grundsätzlich:
Der Pilot muss seine Drohne in Sichtweite betreiben und sie jederzeit ohne optische Hilfsmittel steuern können. Drohnen dürfen nur so weit und so hoch geflogen werden, dass eine sichere Steuerung möglich ist. Nie über Menschen hinwegfliegen, immer einen Sicherheitsabstand einhalten. Sperrzonen wie Kraftwerke oder Militäranlagen sind tabu. Um Flughäfen muss 1,5 Kilometer Abstand gehalten werden. Auf Privatgrundstücken hat der Eigentümer Flüge zu genehmigen, auf öffentlichen Grundstücken das Ordnungsamt. Fremde Liegenschaften und Besitztümer dürfen überflogen werden, wenn eine Gefährdung oder Belästigung Dritter ausgeschlossen ist. Auch Drohnenpiloten müssen das Persönlichkeitsrecht respektieren und dürfen keine Bilder Dritter ohne deren Einverständnis veröffentlichen.
Hobby- und Profipilot:
Zu Sport- oder Freizeitzwecken dürfen Drohnen ohne Genehmigung betrieben werden. Für den gewerblichen Einsatz ist eine Aufstiegserlaubnis erforderlich. Die wird von der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde erteilt.

Kamera-Drohnen im Test

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Drohnen

DJI - Inspire 1

DJI - Phantom 4

DJI - Phantom 3 Professional

Yuneec Typhoon - Q500 4K

Carrera - Video One

ACME - Zoopa Q165 Riot

Profi-Drohnen
DJI
INSPIRE 1
DJI
PHANTOM 4
DJI
PHANTOM 3
PROFESSIONAL
YUNEEC
TYPHOON
Q500 4K
Preis / Info ab etwa 2000 Euro / www.dji.com/de etwa 1200 Euro / www.dji.com/de etwa 900 Euro / www.dji.com/de ab etwa 900 Euro / www.yuneec.de
Flugzeit 16 Minuten 23 Minuten 14 Minuten 16 Minuten
Maximale Geschwindigkeit 52 km/h 68 km/h 45 km/h 54 km/h
Kameraauflösung 4K
(4096 x 2160 Pixel)
4K
(4096 x 2160 Pixel)
4K
(4096 x 2160 Pixel)
4K
(4096 x 2160 Pixel)
Ladedauer 75 Minuten 60 Minuten 60 Minuten 144 Minuten
Steuerungs- und Überwachungsfunktionen Die darstellbaren Fluginformationen sind umfangreich und werden via App auf Tablet oder Smartphone angezeigt. Über einen Bildschirm verfügt die Fernbedienung nicht. Die Phantom 4 bietet eine Vielzahl an Steuerungsoptionen per Fernbedienung oder über die App. Die Fernbedienung hat kein Display, das Handy dient als Ersatz. Über einen eigenen Monitor verfügt die Fernbedienung nicht. Als Display dienen Handy oder Tablet. Sehr umfangreich ist die Funktion der Fernsteuerung. Einzige Fern-
steuerung im Vergleich mit eigenem Monitor. Auch wenn das Display stark spiegelt, überzeugt die Fernbedienung mit umfangreichen Funktionen.
Flugeigenschaften und -funktionen Im Testbetrieb bewegte sich die vergleichsweise schwere und große Inspire 1 sehr agil und präzise. Der Quadrocopter liegt sehr gut in der Luft und reagiert präzise und agil. Etwas störend: Im Sportmodus sind teilweise Rotorblätter im Bild zu sehen. Die Phantom 3 ist wendig und schnell. Das gilt nicht nur für Spaßflüge, sondern auch beim Filmen. Spezielle Sensoren erleichtern Flüge in geschlossenen Räumen. Mit der einsteiger-
freundlichen Drohne macht das Fliegen Spaß. Auch wenn die Typhoon etwas träge bei der Positions-
bestimmung ist und anfällig für Wind.
Qualität der Kamera und Umfang der Funktionen Die 4K-Kamera überzeugt mit sehr scharfen Bildern, guten Farben und wenig Rauschen. Die Steuerung ist gut. Leider lässt sich keine andere externe Kamera montieren. Es lässt sich keine andere Kamera anbringen. Die verbaute 4K-Kamera liefert aber ein gutes Bild mit guter Schärfe und lässt sich einfach steuern. Die Kamera mit einer Auflösung von 4096 x 2160 Pixel liefert sehr gute Foto- sowie Videoqualität. Eine andere Kamera kann an der Drohne nicht installiert werden. Trotz einer wenig feinfühligen Steuerung bietet die 4K-
Kamera gute Bild- und Videoqualität. Die Kamera kann nicht gegen eine andere getauscht werden.
Inbetriebnahme und Handhabung Die Betriebsanleitung ist wenig hilfreich. Inbetriebnahme und Kalibrierung sind einfach. Zubehör: Ersatzrotoren, Akku für die Fernbedienung, Speicherkarte. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Phantom noch einfacher geworden. So lassen sich etwa die Rotoren leichter anbringen. Die Anleitung ist sonst leider wenig hilfreich. Die Inbetriebnahme ist sehr einfach, auch wenn die Anleitung wenig hilfreich ist. Leider werden keine Ersatzrotoren oder ein zweiter Akku mitgeliefert. Mit der hilfreichen Bedienungs-
anleitung ist die Inbetriebnahme sehr einfach. Weiterer Pluspunkt ist das sehr umfangreiche Zubehör.
Technische Leistungen und Eigenschaften Die Drohne ist insgesamt sehr wertig verarbeitet. Die 16 Minuten Flugzeit im Schwebeflug sind noch lang genug. Und 75 Minuten Ladedauer vergleichsweise kurz. Ausgerüstet mit GPS und Kollisionsschutz, lässt die Phantom 4 kaum Wünsche offen. Die Flugzeit von 23 Minuten ist gut, die 60 Minuten Ladedauer sehr kurz. Mit 45 km/h ist die maximale Fluggeschwindigkeit recht gering. Auch die Flugdauer von 14 Minuten eher kurz. Dafür überzeugt die Ladedauer von 60 Minuten. Mit aktivem GPS ist die Drohne etwas langsam. 16 Minuten Flugdauer sind okay, 144 Minuten Ladedauer ärgerlich.
Fazit Die mit Abstand teuerste Drohne im Vergleich überzeugt mit sehr guten Flugeigenschaften, tollen Bildern und super Verarbeitung. Die Phantom 4 fliegt wesentlich länger und schneller als der Vorgänger. Zudem punktet sie mit Top-Handling und einem Kollisionsschutz. Die Phantom 3 ist wendig und schnell, macht tolle Bilder und kostet recht wenig. Leider ist das mitgelieferte Zubehör sehr mager. Die Yuneec bietet zum kleinen Preis eine einsteiger-
freundliche Drohne. Inklusive Monitor, Ersatzakku und Koffer das ideale Startersystem.
Spaß-Drohne mit Kamera Spaß-Drohne ohne Kamera
CARRERA VIDEO ONE ACME ZOOPA Q165 RIOT
Preis / Info 69,90 Euro / www.carrera-rc.com 59,90 Euro / www.acme-online.de
Flugzeit 5 Minuten 6 Minuten
Maximale Geschwindigkeit k. A. k. A.
Kameraauflösung 720 x 480 Pixel keine Kamera
Ladedauer 52 Minuten 46 Minuten
Steuerungs- und Überwachungsfunktionen Auch wenn die Bedienbarkeit etwas unpräzise ist, lässt sich die Drohne an genehm steuern. Die Fernbedienung bietet zudem einen Anfänger- und Profi-Modus. Die hochwertige Fernbedienung mit guten Federpunkten überzeugt mit einer präzisen, gut dosierbaren Steuerung. Positiv: Schalter für Anfänger und Fortgeschrittene.
Flugeigenschaften und -funktionen Die Video One liegt stabil in der Luft, ist allerdings für eine Spaß-Drohne etwas schwer. Start und Landung sind einfach. Die Saltofunktion macht Laune. Die ACME entpuppt sich als Überflieger. Sie ist sehr gut einschätzbar im Flugverhalten. Agil, wendig sowie einfach zu starten und zu landen.
Qualität der Kamera und Umfang der Funktionen Die Kamera mit der geringen Auflösung reicht nur für einfache Hobbyaufnahmen. Die Videos und Bilder sind sehr unscharf, es kommt zu Artefaktbildung. Keine Kamera vorhanden.
Inbetriebnahme und Handhabung Dank der hilfreichen, wenn auch etwas unübersichtlichen Anleitung sind alle Funktionen der Drohne erklärt, und sie ist sofort startklar. Die grundlegende Schritt-für-Schritt-Anleitung ist sehr hilfreich. Alle Funktionen sind ausreichend erklärt, die Drohne sofort startklar.
Technische Leistungen und Eigenschaften Die sehr leise Drohne ist gut verarbeitet. Mit fünf Minuten ist die Flugdauer für eine Spaß-Drohne okay. Die 52 Minuten Ladedauer jedoch etwas lang. Der Flugspezialist mit Salto-Funktion ist solide verarbeitet. Sechs Minuten Flugdauer sind angemessen. Und 46 Minuten Ladedauer recht kurz.
Fazit Knapp 70 Euro kostet die Drohne mit Kamera und guten Flugeigenschaften. Ohne Kamera hätte es auch gereicht, da die Bildqualität eher schlecht ist. Auch ohne Kamera macht die günstigste Drohne im Vergleich mächtig Spaß. Sie überzeugt. Auch ohne Kamera macht die günstigste Drohne im Vergleich mächtig Spaß. Sie überzeugt mit sehr guten Flugeigenschaften und eignet sich als Trainingsmodell, bevor es mit einer teureren Kamera-Drohne in die Luft geht.
Autor:

Bendix Krohn

Fazit

Als kleiner Junge träumte ich davon, Pilot zu sein. Die Welt zu sehen wie ein Vogel. Moderne Drohnen mit einer hochauflösenden Kamera machen's möglich – auch ohne teuren Pilotenschein. Mit ein wenig Übung kann jeder Abheben.

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