Kampf gegen teure Ersatzteile — 24.01.2012

Teilehändler kritisieren Autobauer

Der Autoteilehandel ist sauer auf die großen Autobauer. Die Konzerne würden bewusst Daten über Ersatzteile zurückhalten – und machten die Verbraucher so zu ihren "Gefangenen".

(dpa) Unabhängige Ersatzteilhändler sehen sich durch die großen Autohersteller massiv behindert. Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) kritisiert, die Konzerne hielten bewusst Daten über Ersatzteile zurück – mit der Folge, dass Autofahrer zum Kauf teurer Markenteile gezwungen würden. Exemplarisch hat der GVA daher beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Beschwerde über BMW eingereicht. Das bestätigte GVA-Präsident Hartmut Röhl gegenüber der Financial Times Deutschland. Konkret bemängelt der GVA einen Verstoß gegen die EURO-5-Abgasnorm. Um die Grenzwerte einzuhalten, muss eine flächendeckende Wartung der Autos gewährleistet sein. Das sei laut GVA-Präsident Hartmut Röhl derzeit nur Theorie. Die Situation "mache Verbraucher zu Gefangenen der Autohersteller", weil Autobauer technische Informationen über Ersatzteile verschleppten. So hätten Autofahrer oft nur die Möglichkeit, teure Markenersatzteile zu nehmen und Vertragswerkstätten auszusuchen.

Übersicht: Ratgeber zu Reparatur und Technik

GVA-Mitglieder hatten 35 Automarken per Brief auf diesen Missstand hingewiesen. "Die Antworten waren aber eher ablehnend", so Röhl. Besonders die Reaktion von BMW sei hervorgestochen. In München ist man sich keiner Schuld bewusst: "Technische Informationen werden gemäß der geltenden Gesetze zur Verfügung gestellt", ließ BMW über eine Sprecherin mitteilen. Das KBA will nach Angaben eines Sprechers den Fall selbst nicht weiterverfolgen. Die Beschwerde werde nach Irland weitergeleitet. Der Grund: Es ginge konkret um ein Abgassystem, das von einer irischen Behörde für die EU genehmigt wurde. Das KBA sei dafür nicht zuständig.

Kleine inspektion? Das machen wir selbst!

Der GVA setzt sich seit Jahren für mehr Wettbewerb bei Reparaturen und Teilehandel ein. Autohersteller versuchen, dass zu verhindern. Sie wollen, dass Autofahrer Markenersatzteile kaufen und Vertragswerkstätten aufsuchen. Das Gerangel um den Werkstattkunden ist nachvollziehbar: Allein in Deutschland werden nach Angaben der Financial Times Deutschland rund 30 Milliarden Euro mit Ersatzteilen umgesetzt.

Social Media

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Mehr zum Thema

0,0 Sterne, 0 Bewertungen

BMW 7er: Facelift 2012

Großer, schlauer Bayer

BMW hat den 7er renoviert. Die bayerische Oberklasse kommt zum Sommer 2012 mit leicht aufgefrischter Optik. Dazu kommen Luftfederung, kluge Elektronik und drei neue Motoren.

BMW 7er: Facelift
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

MotoGP 2012

Ducati: Erfolgreicher Test mit Alu-Schwinge

Valentino Rossi und Nicky Hayden legten am zweiten Testtag in Mugello bei perfekten Bedingungen über 150 Runden zurück - Filippo Preziosi zufrieden

Weiter
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Formel 1 2012

McLaren: "Glückliche" Bestzeit für Button

Einzig Button hatte am Donnerstagnachmittag das Glück, auf den superweichen Reifen eine freie Runde im Trockenen zu erwischen

Weiter

Kommentare zum Artikel (1)

Erstellt

Inhalt

Funktion

Findus Schauer
25.01.2012, 13:14Uhr

Ich verstehe nicht warum man nicht richtig schreiben kann, wenn das der Job eines Journalisten ist:

"Autohersteller versuchen, dass zu verhindern." schreibt man nur "... das zu verhindern."

Seite 1

Kommentar verfassen

Hinweis: Die mit einem Sternchen* versehenden Felder sind Pflichtfelder
Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige