Kanzler wendet sich ab

Kanzler wendet sich ab

— 30.05.2002

Bodewig – ein Auslaufmodell?

Der Verkehrsminister gilt im Kanzleramt inzwischen als Belastung für die rot-grüne Koalition.

Die Bundestagswahl am 22. September – für viele in Berlin das Ende einer politischen Dienstfahrt. Zu den Auslaufmodellen zählt auch Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD). Aufmerksam wurde in der Hauptstadt registriert, welche Namen Kanzler Schröder für seine Zukunftsmannschaft im Falle eines Wahlsieges nicht (!) nannte. Zum Beispiel den Namen Kurt Bodewig.

Schröders dritter Verkehrsminister, so das Urteil im Kanzleramt, sei mit seiner Negativ-Bilanz zu einer Belastung der rot-grünen Koalition geworden: Das für Anfang 2003 geplante Mautsystem für Lkw liegt wegen schwerer Pannen bei der Ausschreibung erst mal beim Bundesrat auf Eis. Folge: Luftbuchungen bei den Einnahmen im Verkehrsetat 2003. Damit fehlen Mittel für den Straßenbau. Das von Bodewig vollmundig angekündigte "Anti-Stau-Programm" gerät immer mehr ins Stocken. Auch die Bahnreform steht auf dem politischen Abstellgleis. Und wann der Transrapid je durch Nordrhein-Westfalen und Bayern sausen wird, ist noch immer ungewiss.

In seinem Kampf für das Brummi-Sonntagsfahrverbot steht der Verkehrsminister in Brüssel auf verlorenem Posten. Fazit: Bodewig, der 1998 auf Wahlkampf-Postkarten noch als "Superman" posierte, befindet sich inzwischen im Sinkflug.

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