Kapitalerhöhung über 2,5 Mrd. Euro

Fiat plant Kapitalerhöhung Fiat plant Kapitalerhöhung

Kapitalerhöhung über 2,5 Mrd. Euro

— 20.02.2003

Finanzspritze für Fiat

Fiat braucht mindestens fünf Milliarden Euro frisches Geld. Die Hälfte soll aus Verkäufen kommen, der Rest per Kapitalerhöhung.

Fiat plant Finanzspritze

Fiat plant nach Angaben aus Finanzkreisen eine Kapitalerhöhung über rund 2,5 Milliarden Euro, um seiner verlustbringenden Autosparte wieder zu neuen Kräften zu verhelfen. Investoren sagten, eine mögliche Kapitalerhöhung könnte interessant werden, wenn sie mit einem konkreten Plan für das Unternehmen verbunden werde. In Bankenkreisen hieß es zudem, es werde "einige Wochen" dauern, um mit Fiats Gläubigerbanken eine formelle Einigung darüber zu erzielen.

Italienische Zeitungen hatten berichtet, das angestrebte Volumen der Kapitalerhöhung werde zwischen 1,7 Milliarden und drei Milliarden Euro liegen. Einzelheiten einer möglichen Kapitalerhöhung würden bei einer Sitzung des Fiat-Verwaltungsrates am 28. Februar bekannt gegeben.

So viel vorweg: Die Flugzeugtochter Fiat-Avio und die hauseigene Versicherungsgesellschaft Toro sollen versilbert werden – und so (plus Kapitalerhöhung) die Gesamtsumme von rund fünf Milliarden Euro zusammen kommen. Interessenten gibt es bereits: Angeblich will der französische Snecma-Konzern gemeinsam mit der italienischen Finmeccanica Fiat-Avio kaufen.

Autosparte schreibt Verlust

Der Turiner Traditionskonzern, an dem die Gründerfamilie Agnelli gut 30 Prozent hält, hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 4,7 Milliarden Euro. Fiat-Aktien haben allein im vergangenen Jahr rund die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Investoren unterstrichen, Fiat müsse seinen Beitrag leisten, um die Aktien verkaufen zu können. Dazu gehöre auch der Verkauf von Tafelsilber sowie der Aufbau von Liquidität, um die 104 Jahre alte und mittlerweile defizitäre Autosparte wieder auf die Beine zu bringen. Fiat Auto hatte allein im vergangenen Jahr operativ mehr als eine Milliarde Euro Verlust geschrieben.

Die zu erwartenden Einnahmen aus der Kapitalerhöhung seien für den Restrukturierungsplan bestimmt, mit dem der Konzern die Autosparte sanieren will. Der Plan sieht unter anderem vor, zur Kostensenkung weltweit rund 15.000 Stellen abzubauen. In Medienberichten hatte es bereits geheißen, die Gläubigerbanken von Fiat hätten zugesagt, die Kapitalerhöhung zu genehmigen.

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