Kaufberatung Kia Opirus 3.5 V6

Kia Opirus 3.5 V6 Kia Opirus 3.5 V6

Kaufberatung Kia Opirus 3.5 V6

— 24.09.2003

Die Korea-Klasse

Wir können nur billig – war bisher das Motto von Kia. Mit preiswerten Autos hat man sich einen Namen gemacht. Jetzt gibt's auch einen Luxus-Kia.

Mit "Jaguarcedes-Front" auf Kundenfang

Wenn Sie sich für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse interessieren, steht die Marke Kia höchstwahrscheinlich nicht auf ihrer "Einkaufsliste". Was wohl zum einen daran liegt, dass man Kia als automobile Schnäppchenmarke so gar nicht mit Luxus in Verbindung bringt, zum anderen, weil es bisher auch kein entsprechendes Modell gab.

Damit ist jetzt ein für alle Mal Schluss. Kia kommt, und zwar mit dem Opirus. Der ist soeben frisch beim Händler eingetroffen und lockt mit überzeugenden Argumenten. Nicht nur, dass er ganz unverhohlen mit seiner "Jaguarcedes-Front" die europäischen Erfolgsmodelle kopiert, auch sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist – wie sollte es bei dem Koreaner auch anders sein – kaum zu schlagen.

Wer jetzt beim Blick auf die vermeintlich hohen 36.600 Euro Grundpreis mit der Stirn runzelt, sollte sogleich die Ausstattung genauer unter die Lupe nehmen. Denn die fällt so umfangreich aus, dass die Aufpreisliste nur zwei Punkte umfasst: Metallic-Lack und ein Online-Navigationssystem anstelle des serienmäßigen.

Komplette Luxus-Ausstattung ab Werk

Sonst befindet sich bereits alles, was schön und luxuriös ist, serienmäßig an Bord: Man sitzt auf elektrisch verstellbaren Ledersesseln, Licht und Scheibenwischer schalten sich automatisch ein, Xenon-Scheinwerfer bringen Licht ins Dunkel, und ein Navigationssystem weist den Weg. Da sind keine Wünsche mehr offen. Ein entsprechender Mercedes-Benz E 320 kostet schlappe 18.000 Euro mehr.

Fazit, Technische Daten und Zeugnis

Auch sonst zeigt der Kia keine wirklichen Schwächen. Das komfortable Fahrwerk mit elektronischer Dämpfung gleitet sanft über Bodenwellen und überrascht durch ausgeprägte Gutmütigkeit. Zwar neigt sich die schwere Karosse in flotten Kurven stark zur Seite, aber ehe man den Kia zum Untersteuern bringt, muss man argen Schindluder betreiben. Da kommt selbst das serienmäßige ESP kaum zum Einsatz.

Außerdem besticht der Koreaner durch seinen flüsterleisen Antrieb. Der 3,5-Liter-V6 hält sich dezent säuselnd im Hintergrund und bildet mit der sanft schaltenden Automatik eine gute Einheit. Die dürfte ruhig etwas spontaner schalten, um dem subjektiv nicht eben spritzigen 203-PS-Motor auf die Sprünge zu helfen.

Fazit Eine interessante Alternative in der oberen Mittelklasse: Wer auf opulenten Luxus steht und einen seidenweichen Sechszylinder schätzt, für den dürfte der Kia Opirus die richtige Wahl sein. Allerdings muss man sich dabei im Klaren sein, dass dem koreanischen Flaggschiff das in dieser Klasse wichtige Image völlig abgeht und hinter dem Wiederverkauf ein dickes Fragezeichen steht.

Stärken und Schwächen der Konkurrenten

Dem Jaguar S-Type wirkt der Kia Opirus stellenweise wie aus dem Gesicht geschnitten. Mit Lancia Thesis teilt er das Außenseiter-Image.

Wie gefällt Ihnen der Kia Opirus 3.5 V6?

Spätestens beim Design von neuen Autos scheiden sich bekanntlich die Geister. Ob ein Auto letztendlich ankommt, das wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und vergeben Sie eigene Noten für den oder die Test-Teilnehmer. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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