Kaufberatung A-Klasse

Kaufberatung Mercedes-Benz A-Klasse Kaufberatung Mercedes-Benz A-Klasse

Kaufberatung Mercedes-Benz A-Klasse

— 18.10.2004

Wer A sagt ...

... sollte auch B wie Basis sagen. Denn in der Grundausstattung mit kleinstem Motor ist die A-Klasse am billigsten und auch am besten.

A-Klasse bis März 2005 ausverkauft

Was "premium" bedeutet, erfährt der Kunde spätestens, wenn er sich mit dem Gedanken trägt, eine neue A-Klasse zu kaufen. Denn dazu braucht er tiefe Taschen, sehr tiefe. Denn die zweite Auflage des Baby-Benz ist teuer. Schon mit der kleinsten Motorisierung als A 150 in der Basisausstattung Classic kostet der Wagen 18.502 Euro – 2587 Euro mehr als der günstigste (und ja auch nicht gerade billige) fünftürige VW Golf.

Und dieser Preis ist eher theoretischer Natur. Denn dabei bleibt es meistens nicht. Zwischen 25.000 und 30.000 Euro sollte man kalkulieren. Ein A 200 Diesel bringt es mit ein paar komfortablen Extras leicht auf 35.000 Euro. Wohlgemerkt, für ein Auto, das kleiner ist als ein Opel Meriva.

Aber der ist eben auch kein Mercedes-Benz. Das Geld scheint locker zu sitzen und das Vertrauen in den Stern noch immer unbegrenzt zu sein. Bevor überhaupt ein Wagen beim Händler stand (10. September 2004), lagen in Stuttgart bereits 50.000 Bestellungen vor. Und das, obwohl keiner der Käufer je in der A-Klasse gesessen hatte, keiner sie auch nur einen Meter gefahren hatte. Schon jetzt ist das Auto bis März 2005 ausverkauft.

Wichtige Extras und Besonderheiten

Zeit genug also zum Überlegen: Welcher A soll es sein? Bislang kann der Kunde zwischen fünf Motorisierungen wählen. Der kleinere Diesel A 160 CDI mit 82 PS soll noch im Dezember erscheinen, den leistungsstarken A 200 Turbo (193 PS) will Stuttgart im kommenden Sommer gegen den Golf GTI ins Rennen schicken.

Momentan gibt es auch nur eine Karosserieversion: den Fünftürer. Anfang 2005 folgt ein Dreitürer. Belassen haben es die Marketing-Strategen bei den drei Ausstattungsvarianten. Heißt: Classic als Basis, Elegance für den Hauch von Luxus und Avantgarde fürs Sportliche. Daß mit Extras reichlich verdient wird, weiß jeder. Bei der A-Klasse klingeln die Kassen bereits beim Farbwunsch. Die Ausstattungspolitik treibt den Kunden fast unweigerlich zu den acht Metalliclacken für 458 Euro. Es sei denn, die drei Unifarben Weiß, Schwarz und Rot begeistern ihn.

Sicherheits- und Komfort-Ausstattungen

Ist die Außenhaut entschieden, kommt die nächste Hürde: der passende Innenraum. Hier gilt grundsätzlich: Bei schwarzem Stoff oder Leder ist auch der Rest an Türen sowie das obere und untere Armaturenbrett schwarz. Wer es heller haben möchte (beige oder grau), muß die Elegance-Version für 1740 Euro nehmen. Hier kommt dann das Holzdekor an der Mittelkonsole und an den Türen gut zur Geltung. Avantgarde, ebenfalls 1740 Euro teuer, überzieht die Sitze mit schwarzem Stoff und deren Flanken mit schwarzem Kunstleder. Eine andere Farbe, zum Beispiel Beige, ist nicht möglich. Auch bei Leder ist nur Schwarz erhältlich. Statt Holz trägt Avantgarde Zierteile aus mattem Aluminium.

Fahrleistungen und Verbrauch

Die Wahl des Motors hängt von individuellen Bedürfnissen ab. Was brauche ich wirklich – nicht immer ist dies eine Vernunftentscheidung. Vielfahrer schwören auf Diesel, Schnellfahrer nehmen den größten Benziner.

Wer wie wir alle Motorisierungen unmittelbar nacheinander gefahren hat, von einem ins nächste Auto gesprungen ist, kann sich am besten ein Bild über den optimalen Motor für die A-Klasse machen. Unsere Empfehlung lautet: A 150 mit 95 PS. Also der Einstiegsbenziner. Der reicht völlig. Auf der Landstraße, in der Stadt sowieso – und auch auf der Autobahn. Dort dreht der Vierzylinder bei 150 km/h ruhige 4000 Touren. Mit der neuen A-Klasse ein angenehmes Tempo.

Klar, mehr Leistung schadet nie, aber sie kostet auch erheblich mehr Geld: 21 PS und 15 Nm 1508 Euro (A 170), 41 PS und 45 Nm 2900 Euro (A 200). Unterschiede sind dann vor allem auf der Autobahn zu merken. Dann, wenn es nach dem Abbremsen wieder ans Hochbeschleunigen geht. Da tritt der A 200 natürlich besser an als der A 150 und läuft in der Spitze mit 200 auch 25 km/h schneller. Tribut: ein Liter Mehrverbrauch. Verwunderlich ist, daß der A 170 nicht ganz so ruhig läuft wie der A 150. Mit ein Grund für AUTO BILD, die Basis zu favorisieren.

Komfort und Getriebe

Die beiden Diesel bestechen vor allem durch ihr hohes Drehmoment. Sie laufen zwar nicht so leise wie die Benziner, sind aber nie aufdringlich. Beide fahren serienmäßig mit einem Sechsganggetriebe, wobei der fünfte Gang einen solch weiten Drehzahlbereich abdeckt, daß man oft vergißt, ein letztes Mal hochzuschalten. Selbst bei 190 km/h im Fünften dreht der Motor nur 4000 Touren.

Allen gemein ist die sehr gute Schaltung (das war ja bei Mercedes-Benz lange anders) und der handliche Umgang. Ebenso gefallen die erhöhte Sitzposition, der bequeme Ein- und Ausstieg sowie die durchdachte Variabilität, mit der die A-Klasse fast zum Umzugslaster wird. Auch lange Personen kommen mit dem kurzen Auto gut zurecht. Der Fahrersitz läßt sich so weit zurückschieben, daß eine 1,80-Meter-Person mit den Füßen nicht mehr an die Pedale kommt.

Für alle Motorisierungen kann eine neue, stufenlose Automatik bestellt werden. Mercedes-Benz nennt sie Autotronic. Sie kostet 1682 Euro und arbeitet wie alle CVT-Getriebe praktisch ruckfrei. Erhältlich ist die Autotronic aber erst ab Frühjahr 2005.

Erste Fahreindrücke mit einem so ausgestatteten Testwagen zeigten: Die A-Klasse verliert damit ein wenig an Dynamik. Wem das nicht so wichtig ist, der hat zumindest im Stadtverkehr die beste Lösung für ein entspanntes Fahren gefunden. Inklusive Premium-Anspruch.

Fazit und Technische Daten

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Michael Specht Nicht nur der Preis von 18.502 Euro macht den A 150 zum Favoriten. Wer nicht ständig auf der Autobahn unterwegs ist, für den reichen die 95 PS im Alltag völlig aus. Und in Sachen Fahrkomfort, Platzangebot, Sitzposition, Variabilität und Sicherheit unterscheidet sich das Grundmodell nicht von den stärkeren Versionen. Dennoch: Nur die nackte Basis können auch wir nicht empfehlen. Sinnvoll sind die längs verstellbare Lenksäule, das CD-Radio und das Easy-Vario-Plus-System. Wer noch etwas Geld übrig hat: Die Linie Elegance versprüht mit ihrem Holz am meisten Wärme.

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