Kaufinteressenten für Saab

Kaufinteressenten für Saab

— 30.11.2009

Noch Hoffnung für Saab

Das Aus für Saab könnte doch noch vermieden werden. Angeblich gibt es gleich mehrere Kaufinteressenten für die schwedische GM-Tochter. Noch ist unklar, welche Unternehmen Saab retten könnten.

(dpa/sb) Für den akut vom Aus bedrohten Autohersteller Saab haben sich mehrere neue Kaufinteressenten gemeldet. Das teilte der schwedische Staatssekretär Jöran Hägglund aus dem Wirtschaftsministerium in Stockholm mit. Hägglund reiste am Sonntag (29. November 2009) in die US-Autometropole Detroit, um mit Vertretern des bisherigen Saab-Mutterkonzerns General Motors (GM) über die Zukunft des schwedischen Unternehmens und seiner 3400 Beschäftigten zu sprechen. Nach dem Ausstieg des schwedischen Sportwagenherstellers Koenigsegg aus einer Übernahmevereinbarung in letzter Minute gilt die Entscheidung für die endgültige Saab-Insolvenz bei einer Dienstag anstehenden GM-Aufsichtsratssitzung als möglich. Hägglund wollte über die neu aufgetauchten Kaufinteressenten keine Angaben machen. In Spekulationen in Stockholm galten die chinesischen Autokonzerne BAIC und Geely als wahrscheinliche Namen.

Hier geht es zur Saab-Markenseite

Geely verhandelt bereits über die Übernahme des ebenfalls schwedischen Personenwagenherstellers Volvo vom US-Konzern Ford. BAIC hatte als Finanzier hinter der Koenigsegg-Gruppe gestanden und könnte jetzt einen Anlauf zur alleinigen Übernahme machen, das chinesische Unternehmen hatte kurzzeitig auch Interesse an Opel gezeigt. Saab hat in den letzten 20 Jahren fast durchweg Verluste eingefahren und ist einer der weltweit kleinsten Serienhersteller von Autos. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf informierte Personen, Saab habe in den vergangenen Tagen Gespräche mit zwei US-Finanzinvestoren geführt. Mindestens einer der beiden Finanzinvestoren sei bereit, mit dem chinesischen Autobauer BAIC zusammenzuarbeiten. Die beiden US-Finanzinvestoren – Merbanco und Renco Group – machten ein Engagement bei Saab von der Bewilligung des 600-Millionen-Dollar-Kredits der Europäischen Investitionsbank (EIB) durch die EU-Kommission abhängig, berichtete die Zeitung.

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