Kaufrausch auf dem US-Automarkt

Kaufrausch auf dem US-Automarkt

— 06.08.2002

BMW meldet US-Verkaufsrekord

BMW und Porsche legten im Juli 2002 in den USA deutlich zu, whrend Mercedes-Benz und Audi Boden verloren. VW konnte sich behaupten.

Der amerikanische Automarkt luft trotz der deutlichen Konjunkturschwche auf Hochtouren. Der Gesamtabsatz aller inlndischen und auslndischen Hersteller kletterte im Juli 2002 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,2 Prozent auf 1,52 Millionen Autos. Hauptgrund der regen Nachfrage drften die Preis- und Rabattschlachten der fhrenden Hersteller sein: Zinslose Kredite ohne Anzahlungen, dazu Preisnachlsse von mehreren tausend Dollar Verkaufshilfsprogramme, von denen man hierzulande nur trumen kann, auch wenn die Finanzierungskonditionen so gnstig sind wie nie.

Fr die deutschen Autobauer lief es im Land der unbegrenzten Verkaufsmglichkeiten uneinheitlich, wie die Juli-Verkaufszahlen der US-Tochterfirmen belegen. Mercedes-Benz USA lieferte 14.937 Autos aus 7,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der C-Klasse-Absatz lief zwar auf vollen Touren, bei anderen Modellen gab es Absatzeinbuen. In den ersten sieben Monaten kauften die Amis insgesamt 117.864 Autos bei den Mercedes-Dealern, ein Plus von 1,3 Prozent. Und neues Rekordergebnis.

Porsche erhhte seinen Sportwagenabsatz im wichtigsten Auslandsmarkt im Juli um acht Prozent auf 2286 Stck. Dabei legten die 911-Modelle erneut stark zu, der Boxster konnte sich ebenfalls verbessern. Gleichwohl fiel der US-Absatz in den ersten sieben Monaten 2002 auf 13.713 (Vorjahresvergleichszeit: 15.199), erklrte Porsche Cars North America. Die BMW Group (BMW und Mini) legte um 15 Prozent zu auf 21.955 Autos ebenfalls neuer Verkaufsrekord, nicht zuletzt dank 2866 neuer Mini. Der US-Absatz kletterte in den ersten sieben Monaten um 16 Prozent auf 146.430 Autos der bisher beste US-Absatz der Bayern.

Letzer (aber grter) im Bunde ist VW of America: Der Juli-Verkauf stieg geringfgig um 0,3 Prozent auf 32.100 Autos. Die US-Auslieferungen fielen von Januar bis Juli auf 202.119 (205.037) Pkw. Audi of America verbuchte im Juli einen US-Verkaufsrckgang von 10,1 Prozent auf 7168 Autos. Die Amerikaner kauften in den ersten sieben Monaten 2002 insgesamt 49.363 (51.274) Audi.

Spitzenreiter in Sachen Neuzulassungen bleibt General Motors: Der Branchenfhrer verkaufte 465.843 Fahrzeuge, ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Juli 2001. Ford setzte einschlielich Jaguar, Land Rover und Volvo 1,5 Prozent mehr ab: 319.975 Autos. Der Chrysler-Absatz fiel um vier Prozent auf 185.602 Fahrzeuge. Die Pkw-Volumenmarkt stehen die Big Three weiterhin unter heftigem Druck der Koreaner und Japaner, im Premium- und Nischensegment setzen ihnen vor allem die Europer zu. Die Folge: Der Anteil amerikanischer Pkw am US-Markt fiel von 66 Prozent (1990) auf 49,1 Prozent (2001). Dickster Ruber im Becken ist die Toyota-Gruppe: Die Japaner (Toyota, Daihatsu, Hino) sind mit einem Marktanteil von 10,2 Prozent nur noch zwei Prozentpunkte hinter Chrysler.

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