KBA-Statistik 2003

KBA-Statistik 2003

— 10.12.2003

Deutschland, deine Autosünder

Rekord: Mehr als sieben Millionen Namen stehen in der Flensburger Verkehrssünder-Datei. Und es werden immer mehr.

Rotsünder, Raser und andere Verkehrsrüpel: Erstmals in der 45-jährigen Geschichte der Verkehrssünderkartei stehen mehr als sieben Millionen Namen in den Akten. Und 5,9 Millionen (82,8 Prozent) davon sind Männer, so vermerkt es der nüchterne Jahresbericht 2003 des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) in Flensburg.

Kein besonders gutes Aushängeschild für die deutschen Autofahrer. Jedoch: Der Anstieg müsse nicht heißen, dass das Verkehrsverhalten schlechter geworden sei, erklärt der stellvertretende KBA-Präsident Ekhart Zinke. Es könne auch auf eine stärkere Kontrolldichte zurückzuführen sein. Und künftig werden vermutlich noch mehr Sünder registriert, wenn sich ab 1. April 2004 im Bußgeldkatalog einige Strafgrenzen ändern. Zum Beispiel wird dann bereits das Handy-Telefonieren während der Fahrt mit einem Strafpunkt geahndet.

Dem KBA-Bericht zufolge wurden 2,76 Millionen neue Sünder und damit fast zehn Prozent mehr als 2002 ins Verkehrszentralregister (VZR) eingetragen. Dagegen sind 2,45 Millionen Namen – 2,9 Prozent weniger als 2002 – aus der Sünderdatei gelöscht worden. Damit wuchs die Datei auf zurzeit knapp 7,1 Millionen Verkehrsteilnehmer.

Weitere Zahlen: • 4,7 Millionen Verkehrssünder sind mit einem bis sieben Punkten eingetragen. • Mehr als sieben Strafpunkte haben 9,3 Prozent aller auffällig gewordenen Fahrer. • Jeweils die Hälfte der Männer und Frauen sind wegen Geschwindigkeitsverstößen registriert. • 21 Prozent der Männer und 8,8 Prozent der Frauen wurden wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss eingetragen • Rückruf-Rekord: Das KBA registrierte 144 Fahrzeug-Rückrufe, 2002 waren es noch 127.

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