Bild Öffentliche Warnung

KBA: Warnung vor Stahlrädern von Reifen-Go

— 10.01.2014

1000 Autos betroffen!

Das Kraftfahrt-Bundesamt warnt vor der Nutzung von Stahlrädern eines Online-Anbieters. Die Felgen können im Extremfall brechen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat eine öffentlichen Warnung vor der Nutzung von Stahlrädern der Typen RG 16445, RG 18245, RG 18425 und RG 19045 des Online-Anbieters Reifen-Go.de veröffentlicht. Insgesamt 3939 Exemplare davon wurden laut KBA bundesweit vom 18. Oktober 2012 bis 30. Oktober 2012 verkauft, bevor Gutachten ihnen eine unzureichende Festigkeit bescheinigten. Im Extremfall kann das dazu führen, dass sich das Rad infolge eines Bruchs während der Fahrt vom Fahrzeug löst. Die Kennzeichnung der Räder ist auf der Radaußenseite eingeprägt.

Genehmigung für die Räder fehlt

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'Felgen-Rückruf: Muss das KBA schneller warnen?'

Eine Sprecherin des KBA sagte, dass für die Räder noch keine Genehmigung erteilt wurde. Betroffen sind die vorläufigen KBA-Typ-Genehmigungszeichen KBA 49060, KBA 49061, KBA 49068 und KBA 49070 in den Größen 6x15 und 6,5x15 Zoll. Welche Automodelle betroffen sein können, ließ das KBA offen. Verunsicherten Autofahrern empfiehlt sich somit ein Vergleich der KBA-Nummer, die an der Außenseite der Felge eingeprägt sind.

Nachdem schon Ende November 2012 bekannt wurde, dass die Räder gefährlich sind, forderte das KBA den Hersteller im Rahmen des Produktsicherheitsgesetzes zu einem Rückruf auf. Die öffentliche Warnung folgte, weil Reifen-Go im Dezember 2013 einen Insolvenzantrag stellte und deshalb nicht in der Lage ist, den Rückruf zu Ende zu führen. Zeitlich befindet sich die Aktion noch im Rahmen der Gesetze, die einen Abschluss innerhalb von 18 Monaten vorsehen.

An welche Händler die Räder seinerzeit geliefert wurden, ist unklar. A.T.U., Reifen Helm, Reifen.com und Reifendirekt.de erklärten gegenüber AUTO BILD, dass sie die betroffenen Räder nicht vertrieben hätten. Ansprechpartner für den Käufer ist zunächst der Händler. Die Anwaltskanzlei, die mit dem vorläufigen Insolvenzverfahren beauftragt wurde, macht Betroffenen allerdings wenig Hoffnung auf eine Rückerstattung des Kaufpreises. Es bliebe womöglich nur die "Anmeldung ihrer Ansprüche zur Insolvenztabelle".

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