Kein Geld für Reparaturen

Kein Geld für Reparaturen

— 20.10.2006

Arme Polizisten

Wegen eines Lochs in der Haushaltskasse wurden in Schwerin 30 Streifenwagen aus dem Verkehr gezogen.

Mit einer spektakulären Aktion haben Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern auf den schlechten Zustand ihrer Fahrzeuge aufmerksam gemacht. "Wir bitten um Verständnis, wenn es in Zukunft etwas länger dauert, bis wir vor Ort sind", schrieb die Kreisgruppe Schwerin der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einem Flugblatt an die Bürger. Grund: Weil im Haushalt kein Geld mehr für Reparaturen vorhanden sei, wurden allein in der Landeshauptstadt schon 30 Streifenwagen außer Betrieb gestellt.

Kein Einzelfall: Laut GdP müssen auch in anderen Bundesländern Polizeiwagen stehen gelassen werden – wenn auch aus anderen Gründen: "Es sind zuletzt immer mehr Fahrzeuge geleast worden. Weil sie nicht so viele Kilometer auf die Uhr bekommen dürfen, sagen manche Polizeipräsidenten ihren Beamten, dass sie nicht so viel fahren sollen", so Hans-Jürger Marker, Abteilungsleiter für Verkehrspolitik bei der GdP. In Mecklenburg-Vorpommern sorgt die Flugblatt-Aktion derweil für Ärger. "Mit ihrem Vorgehen bringt die Gewerkschaft auf unverantwortliche Art und Weise die Arbeit der Polizei bei der Bevölkerung in Misskredit", heißt es aus dem Innenministerium. "Fakt ist: Die Polizei ist jederzeit voll einsatzfähig."

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