Ken Block Ford Escort MK2 RS im Test

Ken Block Ford Escort MK2 RS im Test: Sitzprobe

— 27.10.2015

Wir saßen in Kens neuer Kiste

Youtube-Star und Rallye-Profi Ken Block hat ein neues Gefährt. AUTO BILD hat exklusiv in dem getunten 78er Ford Escort Platz genommen.

Video: Ken Block

Gymkhana by Ken Block

Von hier wird also am nächsten Youtube-Hit gearbeitet. Der enge Recaro-Schalensitz aus Carbon in Ken Blocks neuer Kiste ist auf das nackte Bodenblech des 78er Ford Escort MK2 RS geschraubt. Mit blauen Sabelt-Vierpunktgurten schnallt man sich das Driftauto auf den Rücken. Die Gurte hängen an den Verstrebungen des T45 Überrollkäfigs. Zwischen Po und Asphalt liegen nur wenige Zentimeter. Der Blick geht direkt über das leer geräumte Armaturenbrett und die mit Sternenbanner beklebte Motorhaube auf die Straße. Bei Bedarf kann die AP-Racing-Pedale sowie das kleine Sparco-Lenkrad mit Alcantara-Bezug für die elektrische Lenkung zwecks anderer Sitzposition eingestellt werden. Hinter dem Sportlenkrad zeigt das farbige Cosworth-Display gestochen scharf die Drehzahlanzeige. "Beim Driften im Escort muss man die Drehzahl permanent zwischen 5000 und den maximal 9000 Umdrehungen halten. Das erfordert einen ganz sensiblen Fuß am Gaspedal", erklärte Drift-Profi Ryan Tuerck im Interview mit AUTO BILD. Tuerck fuhr Blocks Escort während des Gymkhana Grid Finales in England. Er gewann sogar das Finale der Hecktriebler, obwohl er den Ford zuvor nur zwei Mal fuhr. Das Potenzial des neuen Gefährts scheint also groß zu sein.

AUTO BILD live beim Gymkhana Grid Finale 2015

Block verliert und gewinnt beim Gymkhana Grid Finale

Komfortausstattung? Fehlanzeige!

Aus der Mitte des Fahrzeugs ragt die Geartronics-Schaltung für das sequenzielle 6-Gang-Getriebe. Die Kupplung kommt von AP Racing. Daneben – unverzichtbar für ein Drift-Auto – die hydraulische Handbremse. Etwas Frischluft gibt es nur durch die Dachhutze, die kleinen Luken der Seitenscheiben aus Polycarbonat oder einen Lüfter hinterm Lenkrad. Wobei Frischluft auch nicht gerade das ist, was beim Driften ins Fahrzeug kommt. Schnell füllt sich der Innenraum mit Qualm, wenn sich die Reifen auf dem Bodenbelag auflösen. Eine Komfortausstattung gibt es im Gymkhana-Escort nicht. An der Carbonverkleidung der Tür ist neben der Griffschlaufe immerhin eine kleine Tasche für die Sonnenbrille. Zur Funkverbindung hängt ein Anschluss mit Kabelbinder an dem Sicherheitsgurt des Fahrersitzes. Doch das ist normal beim Motorsport. Ebenso wie die Feuerlöschanlage, die der Fahrer über das Bedienpad in der nicht vorhandenen Mittelkonsole auslösen kann oder extern per Knopfdruck über der Motorhaube aktiviert wird. Daneben liegt der Notaus-Schalter für den Motor.

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Der Vierzylinder dreht bis 9000 U/min

Der 2,5-Liter-Vierzylinder von Millington Diamond leistet 338 PS und 333 Nm maximales Drehmoment.

So aufgeräumt und übersichtlich wie das Cockpit ist auch der Motorraum. Für Drift-Autos ist beides ungewöhnlich, musste auch Tuerck zugeben. Unter der mit zwei Schnellverschlüssen gesicherten Carbon-Motorhaube steckt ein 2,5 Liter großer Millington-Diamond, ein echter Diamant unter den Vierzylindern. Neben einigen Motorteilen kommt auch das Steuergerät von Cosworth. Der 16-Ventiler leistet 338 PS und stemmt ab 7305 Umdrehungen 333 Newtonmeter Drehmoment auf die Hinterachse mit ihrem Sperrdifferenzial von Ford Motorsport. Beim rotzig-dreckigen Klang des Motors, vergisst man schnell und gerne blubbernde V8-Aggregate, wie eines in Ken Blocks Hoonicorn, einem Ford Mustang, steckt. Verantwortlich für die ganze Technik im Escort MK2 RS ist Graham Quick von Quick Motorsports, die auf den Escort spezialisiert sind. Das amerikanische Showcar ist also ein waschechter Brite, was sicherlich auch seinen Charme ausmacht.

Nur das Beste für den Escort

Selbst das Rocket-Bunny-Bodykit ändert nichts an der Form des Rallye-Escort. Ok, er wirkt nun noch eine Spur breiter, wurde dadurch aber nicht entstellt. Selbst die Spoilerkante am Heck gab es bereits beim Escort MK2. Und bitte nicht beim Anblick der Spaltmaße am Kofferraum zucken. Das muss so. Die Klappe wurde angestellt, um den zusätzlichen Kühler im Heck zu belüften. Hinter den weißen Fifteen52-Felgen im Original-Look verbergen sich 315 mal 28 Millimeter große Bremsen und darüber das 3-Fach einstellbare Reiger-Fahrwerk. Der Preis für das Gesamtpaket bleibt geheim, zudem sind da die laufenden Kosten: Nach jeder längeren Showeinlage müssen neue Reifen aufgezogen werden, und die restliche Technik benötig ebenfalls viel Fürsorge.

Ken Block Ford Escort MK2 RS im Test

Robin Hornig

Fazit

Nach dem martialischen Mustang zeigt Ken Block mit dem Ford Escort MK2 RS, dass auch Vierzylinder sexy sein können. Eine gute Botschaft, die zudem lecker verpackt ist.

Fotos: Andi Gordon

Stichworte:

Driften Gymkhana Ken Block

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