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— 30.09.2003

Handy-Sünder: Sehen reicht

Die Polizei greift künftig härter durch: Autofahrer, die mit Handy am Ohr entdeckt werden, kriegen Knöllchen per Post.

Für Handy-Sünder brechen harte Zeiten an: Ab 1. Januar 2004 will die Polizei Telefonieren am Steuer (ohne Freisprecheinrichtung) rigoroser verfolgen. Eine AUTO BILD-Umfrage ergab, dass immer mehr Länder Handy-Sünder künftig per Kennzeichen-Anzeige zur Kasse bitten wollen.

Mit dem Inkrafttreten des verschärften Bußgeldes zum Jahreswechsel (40 statt 30 Euro, ein Punkt in Flensburg) gilt künftig: Gesehen werden reicht, das Knöllchen kommt per Post an die Adresse des Halters. Berlins Polizeichef Wolfgang Kleng kündigte bereits die Verschärfung der polizeilichen Praxis an.

Auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) sagte zu AUTO BILD, dass künftig "im Einzelfall" zur Kfz-Kennzeichen-Anzeige gegriffen werden soll. Außerdem würden Blitzfotos daraufhin ausgewertet, ob ein Handy-Verstoß vorliegt. Auch Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg, Thüringen planen "konsequentes Einschreiten". Problem: die schwierige Beweislage im Einzelfall. Rüdiger Holecek von der Gewerkschaft der Polizei: "Bei der miserablen Personallage dürfte der Ermittlungsaufwand kaum in einem vertretbaren Verhältnis zum Ertrag stehen."

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