Panne, Abschleppen

Kfz-Schutzbrief und Mobilitätsgarantie

— 19.04.2016

Schnelle Hilfe bei einer Panne

Ob kleiner Defekt oder großer Schaden: Eine Panne ist immer ärgerlich. Mit einer Mobilitätsgarantie oder einem Schutzbrief können zumindest die Kosten etwas reduziert werden. Was leisten beide Angebote und wie unterscheiden sie sich?

Viele Autohersteller gewähren beim Kauf eines Neuwagens mittlerweile eine kostenlose Mobilitätsgarantie. In der Regel ist diese Garantie zeitlich befristet und verlängert sich bei einigen Herstellern, wenn die regelmäßigen Inspektionen in einer Vertragswerkstatt durchgeführt werden: Bei BMW beispielsweise auf maximal fünf Jahre, bei Mercedes bis zu 30 Jahre und bei Audi sogar ein Autoleben lang. Mitunter bietet sogar eine Werkstatt selbst eine Mobilitätsgarantie an oder sie ist gegen Aufpreis erhältlich.

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Die Mobilitätsgarantie greift bei Pannen

Hilfe bietet die Mobilitätsgarantie in der Regel europaweit, aber nur bei Pannen; Unfälle sind nur bei den wenigsten Anbietern eingeschlossen. Wer mit seinem Auto liegen bleibt, kann über eine Hotline Hilfe ordern. Entweder schickt die Zentrale dann einen der üblichen Pannendienste, oder der Anbieter unterhält ein eigenes Services-Netzwerk; das ist zum Beispiel bei BMW so. Kleinere Defekte, die vor Ort behoben werden können, werden meistens bis zu einem bestimmten Betrag übernommen, ansonsten wird das Fahrzeug in die nächste Vertragswerkstatt abgeschleppt. Die Kosten für die Reparatur selbst erstattet die Mobilitätsgarantie aber nicht, sie werden höchstens vom Hersteller im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung übernommen!

Je nach Angebot werden ein Mietwagen, Hotelübernachtung oder die Weiterreise per Bahn oder Flugzeug bezahlt, oft gibt es aber Einschränkungen – zum Beispiel bekommt man den Ersatzwagen nur für ein paar Tage oder das Hotel wird nur bezahlt, wenn die Panne ab einer gewissen Entfernung vom Heimatort passiert. Manche Mobilitätsgarantien erstatten zusätzlich die Kosten für Taxi- oder Busfahrten und für sonstige Auslagen, wie etwa Telefonkosten. Außerdem bieten einige Hersteller eine kostenlosen Ersatzteilversand an. Ist das Auto nicht innerhalb einer bestimmten Frist zu Reparieren, übernimmt die Mobilitätsgarantie zudem die Kosten für die Rückführung. Da die Bedingungen bei jedem Autohersteller etwas unterschiedlich sind, sollte man sich auf jeden Fall genau schlau machen und auch das Kleingedruckte genau durchlesen.

Der Schutzbrief hilft auch beim Unfall

Eine Alternative zur in der Regel kostenlosen Mobilitätsgarantie sind sogenannte Schutzbriefe. Der bekanntest Anbieter ist zweifelsohne der ADAC, aber auch andere Automobilclubs und auch viele Versicherungen bieten mittlerweile Schutzbriefe an. Als Ergänzung zur Kfz-Versicherung fallen häufig nur geringe Gebühren von rund zehn Euro im Jahr an. Mitglieder eines Automobilclubs zahlen üblicherweise etwas mehr, haben neben dem Pannendienst aber oft noch andere Club-Vorteile, wie ein angeschlossenes Reisebüro, ein Clubmagazin oder einen eigenen Shop.

Neben der klassischen Pannenhilfe bietet der Schutzbrief meistens auch Hilfe bei Unfällen – und das alles je nach Vertrag nur in Deutschland, europaweit oder sogar weltweit. Außerdem ist es dem Anbieter eines Schutzbriefes egal, ob ihr Auto von einer Vertrags- oder freien Werkstatt gewartet wurde – oder auch gar nicht. Teilweise werden die Leistungen außerdem noch um Extras ergänzt, die nicht direkt mit dem Auto in Verbindung stehen, wie einen Krankenrücktransport aus dem Urlaub, Rechtsberatung oder ein Dolmetscher-Service.

Aber auch bei den Schutzbriefen gilt: Einheitliche Leistungen gibt es nicht. Bevor man einem Automobilclub beitritt oder den Schutzbrief seiner Versicherung abschließt, sollte man sich die jeweiligen Vertragsbedingungen also genau ansehen. Auch beim Schutzbrief gibt es mitunter nämlich Ausschlusskriterien, die eine Hilfe erst ab einer bestimmten Entfernung leisten oder die Kostenübernahme einschränken.

Schutzbrief oder Mobilitätsgarantie – was ist besser?

Ob die Mobilitätsgarantie reicht, oder man lieber einen Schutzbrief abschließt, liegt an den eigenen Ansprüchen. Der Vorteil der Mobilitätsgarantie ist, dass sie bei einem neuen Auto üblicherweise kostenlos dabei ist. Und wer sein Auto ohnehin in der Vertragswerkstatt warten lässt, kann die Garantie oft gratis verlängern. Beim Autoclub oder der Kfz-Versicherung wird eine mehr oder weniger hohe Gebühr fällig, dafür bietet der Schutzbrief in der Regel nicht nur Hilfe bei einer Panne, sondern auch bei einem Unfall und es ist egal, ob und wo die Fahrzeuginspektion durchgeführt wird. Außerdem haben viele Schutzbriefe kostenlos Zusatzleistungen dabei, die bei der Mobilitätsgarantie nicht zur Verfügung stehen.

Autor: Michael Gebhardt

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