Kfz-Steuer für Erdgasautos

Der Opel Zafira CNG kostet nach der Kfz-Steuerreform nur noch 68 Euro pro Jahr. Der Fiat Doblo mit Erdgasantrieb wird um drei Euro günstiger und kostet nach dem 1. Juli 2009 dann 114 Euro pro Jahr.

Kfz-Steuer für Erdgasautos

— 29.01.2009

Erdgas im Aufwind

Die Kfz-Steuerreform spielt vielen Erdgasautos direkt in die Karten. Ein VW Passat EcoFuel kostet künftig nur noch 28 Euro im Jahr, ein Zafira CNG 68 Euro. Hier gibt's weitere Beispiele.

Wer ab 1. Juli 2009 ein neues Auto mit Erdgasantrieb zulässt, spart im Vergleich zu konventionellen Antriebsarten einiges an Kfz-Steuer. Neben dem Hubraum spielt künftig auch der CO2-Ausstoß eine Rolle, und damit auch Spritverbrauch. Je angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum fallen beim Benziner zwei Euro und beim Diesel 9,50 Euro an. Für jedes Gramm CO2, das über die festgesetzte Freigrenze von 120 Gramm pro Kilometer hinausgeht, werden je zwei Euro fällig. Erdgasfahrzeuge werden steuerlich wie Benziner behandelt. Da sie durchweg eine günstigere CO2-Bilanz haben, sinkt der Steuersatz damit erheblich.

Erdgasantrieb bis 90 Prozent billiger

Der Opel Zafira CNG kostet nach der Kfz-Steuerreform nur noch 68 Euro pro Jahr.

Für einen Opel Zafira 1.6 CNG fallen nach dem neuen Modell nur noch 68 Euro an – statt wie bisher 108 Euro. Ein Zafira mit monovalentem Benzinmotor dagegen kostet aufgrund des höheren CO2-Ausstoßes immerhin 130 Euro Steuern. Beim VW Passat 1.4 TSI Ecofuel sind die Unterschiede noch deutlicher: Nach dem neuen System beträgt die Kfz-Steuer beim Erdgasmodell (120 g CO2) nur noch 28 Euro (vorher 94 Euro), während für den reinen Benziner 186 Euro und für den Diesel sogar 266 Euro anfallen. Die neue Kfz-Steuer gilt zunächst nur für Neufahrzeuge. Bereits zugelassene Autos genießen vorläufig Bestandsschutz.

Grenzwert wird weiter abgesenkt

Der Grenzwert für den steuerfreien CO2-Ausstoß liegt noch bis zum Jahr 2011 bei 120 Gramm pro Kilometer. Danach wird er weiter abgesenkt, 2012 auf 110 Gramm und 2014 auf 95 Gramm. Für Erdgasantrieb bedeutet das zwischen den Zeilen: Fahrzeuge mit dieser Antriebsart werden immer attraktiver. Und auch das Tankstellennetz wächst ebenfalls – derzeit gibt es 805 öffentliche Zapfanlagen für den flüchtigen Kraftstoff.

Autor: Roland Wildberg

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