Kfz-Steuer für SUV

Höhere Steuern für SUV/Gebrauchtwagen Höhere Steuern für SUV/Gebrauchtwagen

Kfz-Steuer für SUV

— 12.10.2004

Jetzt kommt's dicke!

Für Halter schwerer Offroader steigt ab 2005 die Kfz-Steuer – es sei denn, man weist den Einsatz als Arbeitsgerät nach.

Ab ersten April 2005 klettern die Fixkosten für die Halter schwerer Geländewagen und Kleinbusse. Denn die Gewichtsbesteuerung für Pkw-Kombi über 2,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht wird abgeschafft. Die Folge: ein zum Teil starker Anstieg der Steuern – Beispiele dazu gibt es in der Bildergalerie. Vorweg eine Entwarnung: Nicht betroffen von der Erhöhung sind die vielen kleineren Offroader, etwa vom Format eines Toyota RAV4 oder BMW X3, die schon immer nach Hubraum besteuert wurden. Weniger stark trifft die Umstellung auch moderne Diesel sowie die meisten Benziner. Teuer wird es vor allem für hubraumstarke ältere Diesel.

Insgesamt sind rund 212.000 Fahrzeuge betroffen – am gesamten Fahrzeugbestand gemessen, eine kleine Zahl. Sie sollen 37 Millionen Euro mehr zur gesamten Kfz-Steuer von 7,3 Milliarden Euro jährlich beitragen. Bislang konnten Geländewagen und Kleinbusse über 2,8 Tonnen Gesamtgewicht als Pkw zugelassen, aber nach Gewicht versteuert werden. Entweder weil sie bereits bauartbedingt über dieser Grenze lagen oder durch eine nachträgliche Auflastung. Für diese kamen üblicherweise Wagen ab 2,6 Tonnen in Frage. Dann waren bis drei Tonnen 172 Euro Steuer, bis 3,2 Tonnen 185 Euro fällig.

Rund 75 Prozent aller Halter, denen sich diese preiswerte Variante bot, dürften sie bislang genutzt haben. Zudem setzten in den letzten Jahren viele Finanzämter bei Wagen über bauartbedingten 2,8 Tonnen schon automatisch die Gewichtssteuer an. Nun kommt statt dessen die Hubraumsteuer. Und zwar auch für bereits angemeldete Wagen, denn einen Bestandsschutz wird es nicht geben. Sie wird berechnet aus dem modellabhängigen Steuersatz, multipliziert mit jeweils angefangenen 100 Kubikzentimetern des Hubraums. Die Sätze reichen ab 2005 für Benziner von 6,75 Euro bis 25,36 Euro, für Diesel von 15,44 Euro bis 37,58 Euro pro angefangene 100 Kubikzentimeter.

Vielleicht wird es aber für manchen Hartbetroffenen gar nicht so schlimm. Denn voraussichtlich wird es Steuererleichterungen geben. Etwa für Fahrzeughalter, die den tatsächlich notwendigen Einsatz ihres Offroaders als Arbeitsgerät nachweisen. Konkret beschlossen ist dazu aber noch nichts.

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