Kfz-Versicherungstarife im Vergleich

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Kfz-Versicherung AppDrive

— 14.11.2014

Sparen unter Aufsicht

Autofahrer können bei der Kfz-Versicherung sparen, wenn sie sich am Steuer überwachen lassen. Ein neues Angebot richtet sich nun speziell an Menschen bis 30. Im Mittelpunkt steht eine App, der Datenschutz ist wie immer auch ein Thema.

Sparfüchse frohlocken, Datenschützer rümpfen die Nase: Seit Anfang 2014 können Autofahrer in Deutschland bei ihrer Kfz-Versicherung sparen, wenn sie ihr Fahrverhalten überwachen lassen. Telematik- oder "Pay as you drive"-("Zahl wie Du fährst")-Tarife heißen diese Angebote im Fachjargon. Nun bietet nach der Sparkassen-Direktversicherung auch die Signal Iduna über den Versicherer sijox diese nicht unumstrittene Möglichkeit zur Beitragssenkung – allerdings nur für junge Leute unter 30 Jahren.
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Der Tarif "AppDrive" ist Teil des Versicherungspaketes "Meine Mobilität", das außerdem eine Unfall- und eine Verkehrsrechtschutz-Versicherung umfasst. Bei Abschluss gibt es 15 Prozent Ermäßigung, extrem umsichtigen Fahrern verspricht der Versicherer eine weitere Ersparnis von bis zu 25 Prozent. Eine Nachzahlung für Verkehrsrowdys ist nicht möglich. Der AppDrive-Tarif funktioniert mit einer gleichnamigen Smartphone-App (für iOS und Android) und einem OBD-Stecker (OBD = On Board Diagnose) von Partner TomTom. Der Stick verbindet sich per Bluetooth mit der Applikation und sendet an sie Daten zum Verhalten des Fahrers. AppDrive wertet diese aus und erstellt einen persönlichen Score, der schließlich Ausschlag gebend für die Ersparnis (oder auch nicht) ist. Eine Ortung finde nicht statt, beteuert sijox, da das System ohne GPS auskomme.

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Während das System in den USA oder Italien gang und gäbe ist, ist die Skepsis hierzulande noch groß. Zum einen bei den Versicherern, die entgegen ursprünglichen Absichten bei den Angeboten noch zögern. Zum anderen offenbar auch bei vielen Autofahrern. Während eine Umfrage im Auftrag von Sparkassen Direkt eine hohe Akzeptanz des "Pay as you drive"-Tarifs ergab, zeigten in einer R+V-Studie zwei Drittel von 1500 Befragten Abneigung gegenüber dem Angebot. Hauptgrund auf beiden Seiten: der Datenschutz. Auch wenn kein Bewegungsprofil erstellt wird, ist beispielsweise unklar, wem die im TomTom-Stecker zwischengespeicherten Daten im Falle eines Unfalls gehören. Hinzu kommt Interpretationsspielraum bei der Bewertung der Fahrdaten. So führt eine Vollbremsung zur Verringerung des persönlichens Scores – auch wenn sie zur Unfallvermeidung diente.

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