Kia Magentis 2.5 SE

Kia Magentis 2.5 SE Kia Magentis 2.5 SE

Kia Magentis 2.5 SE

— 21.08.2003

Ring frei

Selbstbewusst tritt der schicke Kia Magentis in die Arena. Gong zur ersten Runde. Wie schlägt sich der komfortable koreanische Kämpfer im Dauertest?

Elegante Linienführung

Ein lautes "KIAAAAP!!!" schallt durch den Raum, wenn die Taekwondo-Kämpfer auf ihre Gegner losgehen. Das Bild der koreanischen Kampfkunst passt irgendwie auch zum Kia Magentis, mit dem der Autobauer die Mittelklasse-Konkurrenz angreift. Ring frei zur ersten Runde.

Erst kurz steht der Magentis auf dem Hof von "automobil", hat aber mit selbstsicherem Auftritt in der Redaktion schon Freunde gewonnen. Sein großer Chrom-Kühler wird von zwei markigen Blechkanten eingefasst. Die Doppelscheinwerfer in Klarglas-Optik verleihen seriöse Züge. Lang gestreckte Flanken mit eleganter Linienführung – von außen sieht der Magentis aus wie eine teure Luxus-Limousine.

Der Eindruck setzt sich im Inneren fort. Hier überrascht Kia mit edlem Ambiente – und gefällt mit guter Verarbeitung. Damit hatte kein Kollege gerechnet. Graue Kunststoffoberflächen und Türverkleidungen mit gerafftem Leder wirken hochwertig. Das Holz-Imitat an Türen und Mittelkonsole leider nicht.

Komplette Ausstattung

Die Ausstattung des Testwagens (SE-Version) ist komplett: Klimaautomatik und Tempomat fahren ebenso mit wie Fensterheber und Zentralverriegelung. Auch Leder und Sitzheizung vorn sind Serie. Der Fahrersitz lässt sich sogar elektrisch verstellen.

Die Sitze sind weit geschnitten, bieten daher wenig Seitenhalt. Besonders bequem: die Rückbank. Im Fond können auch Großgewachsene problemlos längere Fahrten genießen. Auf allen Plätzen wäre mehr Auflagefläche für die Oberschenkel wünschenswert. Der Kofferraum schluckt 479 Liter, 810 mit umgeklappter Rückbank. Nicht gerade die Messlatte im Segment. Der Kia verwöhnt auch nicht mit ebener Ladefläche. Störend: eine zehn Zentimeter hohe Kante vor der Öffnungsluke. Die Lehnen fallen ebenfalls nicht völlig in die Horizontale.

Das Magentis-Organ: akustisch zurückhaltend. Der V-Sechszylinder läuft im Stadtbetrieb leise und kultiviert. Stattliche 169 PS stecken unter der Haube. Ausreichend für die gut eineinhalb Tonnen schwere Limousine. Fordert man einen Spontanangriff, brüllt der Kia mit kernigem Klang. Nicht zeitgemäß: die mitunter etwas unharmonisch agierende Vierstufenautomatik. Den fehlenden fünften Gang quittiert der Magentis mit 11,9 Liter Durchschnitts-Durst.

Technische Daten und Bewertung

Auch in Sachen Sicherheit hinkt der Koreaner der Zeit hinterher. Er bietet nur vier Airbags, ABS und Traktionskontrolle. ESP, bei den Klassenkonkurrenten Serie, ist bei Kia nicht einmal gegen Aufpreis zu haben. "Die Stabilitätskontrolle für den Magentis bieten wir voraussichtlich ab 2005 an", so Klaus Rippelmeyer von Kia. Doch auch wenn er einiges nicht hat: Der Kia Magentis bietet vieles, was es für den Erfolg in seinem Segment braucht. Wir sind gespannt, wie er die kommenden Runden meistert ...

Wie gefällt Ihnen der Kia Magentis 2.5 SE?

Testwerte sind harte Fakten, an denen nicht zu rütteln ist. Spätestens beim Design von neuen Autos scheiden sich aber bekanntlich die Geister. Ob ein Auto letztendlich ankommt, das wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und vergeben Sie eigene Noten für den oder die Test-Teilnehmer. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.