Kia Magentis 2.5 SE

Kia Magentis 2.5 SE Kia Magentis 2.5 SE

Kia Magentis 2.5 SE

— 06.12.2003

Schnäppchen-Kreuzer

Jacken von Tchibo, Computer bei Aldi – warum keine Limousine von Kia? Denn der Preis des Magentis stimmt.

Fabrikneues Plastik mit Speckschicht

Der Kia Magentis hat ein neues Gesicht bekommen. Das sagt uns genauso wenig wie das alte. Der üppig verchromte Grill fällt weder auf, noch müffelt er zu stark nach Billigheimer. Einfach ein Nobody, was auch daran liegt, dass die koreanische Limousine in unserem Straßenbild noch selten ist. Ob 21.650 Euro das ändern können? Sein Preis stempelt den Magentis jedenfalls zum großen unbekannten Schnäppchen-Kreuzer.

Sein schönster Fortschritt ist der neue Motor der Topversion: ein Sechszylinder mit rundem Antritt und einer voll tönenden Stimme, der sich wunderbar schaltfaul fahren lässt. Zweieinhalb Liter Hubraum produzieren kerngesunde 169 PS, die auf der Autobahn für Tempo 214 und manch erstauntes Gesicht in Passat oder Mondeo sorgen. In deren Revier soll der Kia nämlich wildern.

Trotz seiner repräsentativen 4,73 Meter Länge ist der Koreaner innen enger als die Konkurrenz. Dennoch bleibt genug Platz für die Familie, die Sitze taugen auch für lange Etappen. Das komfortbetonte Fahrwerk schluckt viel, solange man es nicht zu sportlich treibt. Dann taucht der Magentis tief in die Federn, bleibt jederzeit sicher auch ohne den elektronischen Schleuderschutz ESP, der nicht zu bekommen ist. So stören nur die lauten Windgeräusche und das speckige Gefühl, wo immer man innen das fabrikneue Plastik anfasst. Kennt Korea eigentlich keine Entfettungssprays?

Solide Verarbeitung, aber ohne Pfiff

Das Interieur wurde aufgeräumt, die Mittelkonsole kommt nun ohne Augenschmerzen durch die Geschmacks-Kontrolle. Da rappelt auf Kopfsteinpflaster nichts, die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck. So viel Festigkeit würden sich viele Europäer wünschen, es fehlt halt nur der Pfiff im Detail. Die Stoffmuster könnten immer noch vom Korea-Trödel stammen ...

Aber deshalb den Kopf schütteln? Unmöglich bei einem Preis von 21.650 Euro für den voll ausgestatteten SE: Zur Topversion gehören serienmäßig Aluräder, Klimaautomatik, Alarmanlage, Holzdekor, umlegbare Rücksitzlehnen sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Dazu kommt das beruhigende Gefühl von drei Jahren Garantie. Der Magentis ist genau richtig für Käufer, die ihren Neuwagen sechs oder acht Jahre fahren – da stört der anfangs hohe Wertverlust wenig.

Ihre Meinung zum Kia Magentis 2.5 SE

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Vergeben Sie eigene Noten für den Kia Magentis 2.5 SE. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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