Kia Optima: Fahrbericht

Kia Optima Kia Optima

Kia Optima: Fahrbericht

— 08.12.2010

So fein kann Kia sein

Der Magentis-Nachfolger Optima bietet viel Auto für weniger als 25.000 Euro. Mit der neuen koreanischen Mittelklasse will Kia unter anderem den VW Passat ärgern. Ob das gelingt, zeigt dieser Fahrbericht.

Sie sind die stillen Sieger der weltweiten Autokrise. Vor ein paar Jahren noch Nobodys aus der Billigecke, haben sich die Koreaner in den letzten Jahren still und heimlich an die Spitzengruppe der Autowelt herangerobbt. Und nächsten Sommer legt Kia noch mal nach. Dann kommt der Optima als Nachfolger des Magentis auch nach Deutschland. Zu Preisen, die wohl deutlich unter 25.000 Euro beginnen. Das Design des 4,85 Meter langen Optima stammt vom deutschen Designchef Peter Schreyer.

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Auf Diät gesetzt: Den großen Vierzylinder bekommt der Kia in Deutschland nicht.

Er gab der Limousine ein charakterstarkes Gesicht, eine schlanke Silhouette und ein knackiges Heck, das üppige 505 Liter Kofferraum elegant kaschiert. Dazu gibt es einen Innenraum, mit dem Kia nicht nur der asiatischen, sondern auch der europäischen Konkurrenz den Kampf ansagt. Liebevoll und nobel, dazu geräumig und gut ausgestattet. Ein feiner Passat-Gegner. Nur die Kopffreiheit bleibt mäßig, und bei modernen Assistenzsystemen muss Kia noch passen. In Amerika startet der Optima mit einem 2,4 Liter großen Benzindirekteinspritzer, der mit 200 PS ganz ordentlich zu Werke geht. Allerdings kommt dieser Motor nicht zu uns. Für Deutschland plant Kia einen Zweiliter-Benziner mit 170 und einen 1,7-Liter-Diesel mit 136 PS, die beide etwas mehr Mühe mit der Limousine haben dürften.

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Da muss noch was gehen: Für den hiesigen Markt ist der amerikanische Optima zu weich.

Aber Abhilfe ist schon in Sicht. Marketingchef Benny Oeyen freut sich bereits auf einen aufgeladenen Zweiliter mit rund 260 PS. Bei der ersten Ausfahrt rund um Los Angeles hinterlässt der Optima einen geteilten Eindruck. Der Motor des US-Modells hat zwar ordentlich Dampf, und die Sechsstufenautomatik schaltet schön soft. Aber für die schlechten US-Highways hat Kia den Optima zu einer Komfortschaukel gemacht. Mit so einem weichen Fahrwerk und einer derart indirekten Lenkung sind höhere Geschwindigkeiten auf deutschen Autobahnen kein Vergnügen. Für Europa soll es also eine sehr viel direktere Abstimmung geben – damit der Optima dem Passat auch wirklich folgen kann. Fazit: Die erste Begegnung mit dem US-Modell weckt Neugier. Wenn Fahrwerk und Lenkung tatsächlich europäisiert werden, könnte der Optima die einheimische Mittelklasse durchaus unter Druck setzen. Theoretisch jedenfalls.

Technische Daten Kia Optima: Vierzylinder, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 2359 cm³ • Leistung 147 kW (200 PS) bei 6300/min • max. Drehmoment 186 Nm bei 4250/min • Vorderradantrieb • Sechsstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe 4844/1830/1455 mm • Kofferraum 505 l • Tank 68 l • Spitze 220 km/h • Preis: keine Angabe.

Autor: Thomas Geiger

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