Kia Optima Hybrid: Fahrbericht

Kia Optima Hybrid Kia Optima Hybrid

Kia Optima Hybrid: Fahrbericht

— 30.03.2011

Segeln ohne saufen

Mitte 2012 kommt die Kia-Mittelklasse Optima mit Hybridantrieb. AUTO BILD ist sie schon gefahren. Können die Koreaner mit ihrem Hybrid-Konzept auch in Europa überzeugen?

Einfach nur gut aussehen – das kann schon die ganz normale Optima-Limousine mit herkömmlichen Motoren an Bord. Anfang 2012 auch hier bei uns, als 2.0 GDI mit 160 PS oder als 1.7 CRDi mit 136 PS. Die Preisliste dürfte knapp unter 24.000 Euro beginnen. Richtig spannend wird es allerdings erst Mitte 2012, wenn Kia auch noch eine Hybrid-Variante nachschiebt, die dann ab rund 30.000 Euro zu haben ist. In Genf stand sie zum ersten Mal im Rampenlicht, AUTO BILD konnte den sparsamen Viertürer schon jetzt fahren. Richtig viel Platz bietet der Hybrid – besonders im Fond der 4,85 Meter langen Limousine geht es fürstlich zu. Allerdings leidet die Kopffreiheit merklich unter dem Schiebedach, der Kofferraum schrumpft durch die dort beheimatete Batterie auf geradezu lächerliche 280 Liter.

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Video: Kia Optima Hybrid

Segeln ohne saufen

Wie erwartet, schnurrt der Kia dafür lautlos und rein elektrisch aus der Parklücke – um beim ersten ernst gemeinten Tritt aufs Gaspedal sofort den 2,4-Liter-Benziner zur Hilfe zu rufen. Laut Kia schafft der Optima mit seinem 30 kW starken Elektromotor knapp einen Kilometer als Stromer – wenn die Geschwindigkeit nicht über 24 km/h steigt. Das sogenannte Segeln, bei dem der Verbrenner vom Antriebsstrang abgekoppelt wird (Kupplung zwischen Benziner und E-Motor), funktioniert allerdings auch noch bei deutlich höheren Geschwindigkeiten. So rollt dieser Hybrid oft wie ein ganz normaler Optima durch die Republik, nur das Energiefluss-Diagramm zwischen den beiden zentralen Anzeigen erinnert den Fahrer immer wieder an den Doppelherz-Antrieb.

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Die Instrumente informieren über den Betriebszustand des Hybriden, der rein elektrisch einen Kilometer weit kommen soll.

Das Hybrid-Kraftwerk soll insgesamt 209 PS mobilisieren, von denen wir aber bestenfalls drei Viertel spüren. Die versprochene Beschleunigung von 9,2 Sekunden auf Tempo 100 scheint gefühlt jedenfalls wenig realistisch, die Spitze von 195 km/h schon eher. Der Optima geht jedenfalls mehr gemütlich denn gewaltig zur Sache – aber das ist im Sinne des Spritsparens womöglich sogar gewollt. Im US-Mix reichen dem Optima denn auch bescheidene 6,4 Liter auf 100 Kilometer – was immerhin gut 1000 Kilometer Reichweite ergibt. Unauffällig benimmt sich die Sechsstufenautomatik, die auf einen Wandler verzichtet und über den Elektromotor mitsamt seiner Kupplung an den Vierzylinder andockt. Noch an den europäischen Geschmack anzupassen wären dagegen die teigige Lenkung und die etwas mitteilsame Federung – aber dazu haben die Koreaner ja noch ein ganzes Jahr Zeit.

Autor: Gerald Czajka

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