Kia Retona

Kia Retona Kia Retona

Kia Retona 2.0

— 12.02.2002

Abenteuer inklusive

Rustikale Optik, kleiner Preis, schlichte Ausstattung - Retona bietet Geländewagen pur.

Motor und Fahrwerk

All inclusive - auf diese Zauberformel setzen auch die koreanischen Autobauer. Bis jetzt jedenfalls. Kia befährt mit dem Retona (Basis Sportage) ab sofort andere Wege. Außer Allrad und Abenteuer bekommen wir hier eher wenig geboten.

Motor und Getriebe Wenn die 83 PS des betagten Wirbelkammer-Diesels auf gut 1,5 Tonnen Retona treffen, bleiben Wunder aus. Oberhalb von 3000 Umdrehungen geht dem Turbo schnell die Puste aus: Bis zur Spitze von 124 km/h dauert es über eine Minute. In der Stadt und im Gelände geht der Zweiliter dafür recht munter ans Werk, begnügt sich im Test mit 9,3 Litern alle 100 Kilometer.

Fahrwerk und Sicherheit Mit Heckantrieb über den Boulevard oder mit Allrad (zuschaltbar) durch den Dreck - beides meistert der Kia mit Anstand. Offroad helfen fast 22 Zentimeter Luft unterm Leiterrahmen, eine Geländeuntersetzung und die Differenzialsperre hinten. So weit die guten Nachrichten. Mehr als abenteuerlich mutet aber an, dass Airbags und ABS fehlen, die katastrophalen Bremsen (51,9 m) mitunter einseitig blockieren.

Komfort und Preis

Karosserie und Innenraum Rundscheinwerfer, dicke Backen und Kastendesign erinnern an den Jeep, verleihen dem Retona eine rustikale Note. Die das Probesitzen bestätigt. Nüchtern, aber zweckmäßig eingerichtet präsentiert sich der karge Innenraum. Großzügiger zeigt sich der Korea-Kraxler beim Platzangebot, Fond und Kofferraum (231 l) befriedigen die Grundbedürfnisse. Was nicht nur Jäger und Sammler freut, sondern auch Kleinfamilien. Gebremst wird die Freude durch nicht höhenverstellbare Gurte und Sitze. Das bringt zwar turbantaugliche Kopffreiheit, raubt kleinen Abenteurern aber Sicht und Luft.

Komfort Starrachse hinten und 2,36 Meter Radstand - was nach Komfort wie bei einem Rodeo-Ritt klingt, gerät dank softer Federung durchaus manierlich. Sitze, Lautstärke und Ausstattung erfüllen die (bescheidenen) Erwartungen.

Preis und Kosten 25.990 Mark, dazu drei Jahre Garantie - Wahnsinn. Störend: 580 Mark Jahressteuer (Euro 2), Wartung alle 10.000 Kilometer, kräftig hinlangende Versicherer (HP/VK/TK 23/20/34).

Fazit So kauzig und verwegen-charmant der Kia Retona optisch und im Gelände auch ist - die Lücken im Sicherheitsbereich und die erschreckend schwachen Bremsen sind Abenteuer, die wir nicht brauchen. So taugt der Korea-Jeep bestenfalls als Wald-und-Wiesen-Wagen, den es immerhin konkurrenzlos günstig gibt.

Technische Daten und Ausstattung

Technik • Motor Vierzylinder • Hubraum 1998 cm3 • Leistung 61 kW (83 PS) bei 4000/min • Drehmoment 195 Nm bei 2000/min • Getriebe Fünfgang manuell • Antrieb Heck, Front zuschaltbar • Bremsen v/h Scheiben/Trommel • Reifen 215/75 R 15 S • Kofferraum 231/1235 l • Tankinhalt 60 l • Länge/Breite/Höhe 4000/1745/1835 mm • Leergew./Zuladung 1525/378 kg • Anhängelast (gebremst) 1500 kg

Serienausstattung 15-Zoll-Aluräder

Extras • Klimaanlage 2250 Mark • Metalliclackierung ein-/zweifarbig 600/899 Mark • ABS/Airbags nicht lieferbar

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