Kaufberatung Kia Rio

Kia Rio Kia Rio Kia Rio

Kia Rio: Kaufberatung

— 19.09.2015

Gesucht: Der beste Kia Rio

Das Wohl und Wehe des Rio-Kunden hängt stark von der Ausstattungslinie ab. Wir sagen Ihnen, worauf es beim gelifteten Kia ankommt.

Signalrot metallic nennt sich die Farbe unseres Fotoautos; sie kostet 460 Euro extra – so wie alle Metallic- oder Perleffektlackierungen für den Kia Rio. Eigentlich müsste dieser kräftige Farbton aufpreisfrei sein, damit der Rio aus der farb- und mutlosen deutschen Automasse etwas hervorsticht. Immerhin bekam der unter Federführung von Peter Schreyer entstandene Rio 2012 den "red dot award" für Produktdesign verliehen. Aus diesem und Gründen der günstigen Realisierbarkeit halten sich die äußerlichen Änderungen des Faceliftmodells in Grenzen: leicht geänderte Front- und Heckschürze, ein neuer Metalliclack "Urbanblau", neue 17-Zöller. Im Innenraum gibt es mit der Modellauffrischung für alle Linien erstmals Klavierlackoberflächen und Chromschmuck an den Lüftungsdüsen und Instrumenten. Die Topausstattung Spirit (plus 4100 Euro) kommt jetzt exklusiv mit grauen Stoff-Kunstleder-Sitzen.
Überblick: Alle News und Tests zum Kia Rio

Bunt wird der Rio erst ab der Ausstattungslinie Edition 7

Video: Kia Rio Facelift

Erster Fahrbericht

Die günstigste Ausstattung Attract rechtfertigt den Basiskampfpreis von 10.990 Euro (Dreitürer) und ist nur in Verbindung mit dem kleinen Benziner und dem kleinen Diesel zu haben. Neben der für einen Kleinwagen guten Ausstattung mit AUX- und USB-Anschluss – das kostet beim VW Polo mindestens 585 Euro –, beheiz- und elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, Bordcomputer, Multifunktionslenkrad und Zentralverriegelung mit Fernbedienung bleibt Kunden nur die Wahl schwarzen Lacks für 460 Euro. Andernfalls fährt der Basis-Rio in nüchternem Weiß vor. Erst in der Edition 7 (plus 2400 Euro) stehen sieben aufpreisige Farben auf dem Fächer. Dazu baut Kia unter anderem elektrische Fensterheber vorn, einen höheneinstellbaren Fahrersitz, Klimaanlage, Wärmeschutzverglasung und ein weiteneinstellbares Lenkrad ein; im Basis-Rio ist es nur in der Höhe justierbar. Mit Edition 7 lassen sich neben der Farbe zwei weitere Optionen wählen: Für 299 Euro gibt's ein Soundsystem mit 300-Watt-Endstufe, und für 1000 Euro extra lässt sich der 1.4 CVVT, ein 109-PS-Benziner, mit einer Vierstufenautomatik kombinieren. Kunden der Linie Spirit (plus 4100 Euro) zahlen für den Selbstschalter nur 700 Euro zusätzlich. In Anbetracht der Tatsache, dass Opel für den Corsa immerhin eine Sechsstufenautomatik (1450 Euro) und Renault für den Clio (1500 Euro) oder Skoda für den Fabia (1500 Euro) Doppelkupplungsgetriebe anbieten, ist ein Vierstufenwandler technisch überholt. Doch für viele Kleinwagenkäufer ist ein selbstschaltendes Getriebe gar nicht relevant – beim Kia Rio entschieden sich 2014 nur sieben Prozent der Kunden für diese Option.

Zwei attraktive Pakete gibt es nur für die teure Spitzenlinie

Der vertikale Bereich des Armaturenträgers ist etwas
weicher als im Vorgänger. Auch die Klavierlackblenden
sind neu und für alle Linien Standard.

Ohnehin spricht für die teuerste Ausstattung vielmehr deren Lieferumfang: Die 17-Zoll-Leichtmetallräder besorgen den sportlichen Auftritt, führen aber noch nicht zu Komforteinbußen; das Start-Stopp-System für beide Benziner und den großen Diesel spart nach Norm 0,3 bis 0,5 Liter Kraftstoff. Außerdem: eine Klimaautomatik samt kühlbarem Handschuhfach – Letzteres ist in dieser Klasse nicht üblich, beim Hyundai i20 oder VW Polo aber bereits ab der zweiten Ausstattungsstufe Serie – sowie Sitzheizung vorn und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Alle diese Ausstattungsmerkmale sind beim Rio exklusiv für Spirit erhältlich, können bei den beiden kleineren Linien auch nicht gegen Aufpreis geordert werden. Und erst den Kunden der preisintensiven Topausstattung gewährt Kia Zugriff auf zwei lohnenswerte Pakete. Das Technik-Paket (690 Euro) kombiniert unter anderem beheizbares Lenkrad, Tempomat und Smart-Key – damit öffnen sich die Türen auch ohne Druck auf die Schlüsselfernbedienung, der Motor startet auf Tastendruck; so kann der Schlüssel bequem in der Tasche bleiben. Entscheiden Sie sich für das Navigationssystem (590 Euro), legt Kia auch gleich noch eine Rückfahrkamera drauf. Das Navi kommt vom ebenfalls südkoreanischen Technikriesen LG und wird komfortabel über ein berührungssensibles Sieben-Zoll-Display bedient. Einmal im Jahr, in den ersten sechs Jahren nach dem Neuwagenkauf, gewährt Kia die kostenfreie Aktualisierung der vorinstallierten Europakarten. Diese Leistung ist fahrzeuggebunden und gilt nach dem Weiterverkauf auch für den nächsten Besitzer. Auf dem Farbdisplay lassen sich auch das Radio sowie verbundene USB- oder Bluetoothgeräte bedienen. Letztere sind nur bei stehendem Fahrzeug mit der Bordelektronik koppelbar – vorbildlich.

Beim 1.1 CRDi ist Start-Stopp Standard

Für den Rio stehen zwei Benziner mit 84 und 109 PS sowie zwei Diesel mit 75 und 90 PS zur Verfügung.

Um den Kia Rio in Bewegung zu setzen, stehen zwei Benziner (84/109 PS) und zwei Diesel (75/90 PS) zur Wahl. Den kleineren Diesel bietet Kia ausschließlich für die fünftürige Karosserievariante an. Trotz 15 Minder-PS und 50 Newtonmeter weniger als der 1.4 CRDi fühlt er sich im direkten Fahrvergleich nicht so viel schwächer an, wie es die Zahlen vermuten lassen. Zudem verbraucht der kleine Diesel laut Norm etwa 0,5 Liter weniger pro 100 Kilometer – eine Differenz, die mit unseren Beobachtungen auf der Testrunde übereinstimmt. Beide Diesel laufen nach dem Kaltstart unruhig und können ihren rauen Charakter auch im warmgefahrenen Zustand nicht verhehlen. Die Leistungsspitze liegt für beide Motoren bei 4000 Touren an; darüber geht ihnen schnell die Puste aus. Wenn Sie einen fünftürigen Rio als Diesel fahren möchten, greifen Sie zum 1.1 CRDi. Je nach Ausstattung sparen Sie bis zu 4800 Euro und verbrauchen weniger Kraftstoff. Des Weiteren hat er die Start-Stopp-Technologie serienmäßig, während selbige für alle anderen Motoren nur in Verbindung mit Spirit angeboten wird.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Kia Rio: Preise
1.2 CVVT 1.4 CVVT 1.1 CRDi 1.4 CRDi
ab 11.690 Euro ab 15.290 Euro ab 14.190 Euro ab 18.990 Euro

Das Fahrwerk kommt mit den leichteren Benzinern besser zurecht als mit den schwereren Dieseln. Die Lenkung ist präzise, aber rückmeldungsarm.

Auch bei den Benzinern, die zusammen über 90 Prozent der in Deutschland verkauften Rio motorisieren, hat sich unsere Empfehlung klar herausfahren lassen. Der 1.4 CVVT mit 109 PS ist der souveränste Motor aus der Rio-Palette, liefert das überzeugendste Fahrerlebnis. Während der 1.2 CVVT mit einer kleinen Anfahrschwäche zu kämpfen hat und sich auch ansonsten eher schwertut, agiert der 1.4er verhältnismäßig drehfreudig und fahraktiv. Beide Benziner sind Saugmotoren, verzichten also auf eine drehmomentfördernde Aufladung; dadurch gewinnt das kleine Hubraumplus des 1.4ers zusätzlich an Bedeutung, lässt den Motor weniger zäh wirken. Ausstattungsbereinigt kosten 25 zusätzliche PS und 16 weitere Newtonmeter 1200 Euro extra. Mit dem Leistungsplus steigt auch der Normverbrauch um einen halben Liter. Der kleine Benziner ist an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt, alle anderen kommen mit Sechsgangschaltung. Dieses Getriebe wurde im Technologiezentrum Rüsselsheim entwickelt und machte einen positiven Eindruck. In der Schaltkulisse wirkt es etwas führungslos, die Gänge lassen sich aber sauber und mit leichtem Nachdruck einlegen. Die Vierstufenautomatik, exklusiv für den 1.4er Benziner, konnten wir bisher nicht fahren. Ebenso ambivalent wie das Getriebe wirkt die zielgenaue Lenkung, die andererseits jede Rückmeldung vermissen lässt. Das Fahrwerk des Rio kommt mit den leichteren Benzinern besser zurecht als mit den schwereren Dieseln. Zumindest mit 17-Zöllern wirkten diese ist auf schlechtem Straßenbelag etwas poltriger.

Weitere Infos zum Kia Rio und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Kaufberatung: Kio Rio

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt vom Kia Rio (Typ UB) (Kaufberatung).

Veröffentlicht:

26.08.2015

Preis:

2,00 €

Kaufberatung Kia Rio

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Autor:

Fazit

Rio assoziieren die meisten wohl mit Urlaub. So richtig zum Relaxen taugt aber nur der große Benziner mit 109 PS. Der liegt 3600 Euro über dem Startpreis und ist dafür auch gleich eine Linie höher ausgestattet. Aber ich brauche Urlaub vom Urlaub, wenn ich mir die Preisliste anschaue: Das gute und günstige LG-Navi gibt's nur in Verbindung mit der teuersten Ausstattung, ebenso wie einige nette Extras. An diese Linientreue kann und will ich mich nicht gewöhnen.

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