Kia Sorento 2.5 CRDi Executive

Kia Sorento 2.5 CRDi Executive Kia Sorento 2.5 CRDi Executive

Kia Sorento 2.5 CRDi Executive

— 22.11.2004

Richtig fein gemacht

Das kommt davon, wenn man einen deutschen Nobeltuner ranläßt. Das Sorento-Sondermodell "Executive" ist schick, aber teuer.

Karosserie und Antrieb

Erinnert Sie dieser tiefschwarze Sorento mit seinen wuchtigen Alurädern nicht auch an getunte Mercedes-Benz aus Bottrop? Von Brabus vielleicht? Richtig geraten, denn Bodo Buschmanns Drittladen namens CRD (neben Brabus und Startech) zeichnet verantwortlich für dieses Sorento-Sondermodell. Es heißt Executive und wird ganz offiziell über die Kia-Händler verkauft.

Karosserie und Qualität Donnerwetter. Was man nicht alles aus dem braven Koreaner machen kann. Mit ein paar Schürzen und geschicktem Umgang mit Lack wirkt der Sorento deutlich nobler. Das gilt auch für den Innenraum, wo Alcantara, Ahornholz und Aluminium für ein edles Ambiente sorgen. Die Karosserie-Eigenschaften des Sorento bleiben unberührt. Genügend Raum auf allen Plätzen und ein ordentliches Gepäckabteil bietet der Koreaner. Dieses Sondermodell gibt es übrigens nur in Silber oder Schwarz.

Fahrfreude und Antrieb Im Testwagen arbeitete der gefragte Common-Rail-Turbodiesel, der im Sommer ein von 314 auf 343 Newtonmeter angehobenes Drehmoment erhielt. Im Verein mit der ebenfalls neuen Fünfgang-Automatik überzeugt der Kia. Einziger Nachteil: Die Automatik schaltet unnötig hektisch zurück. Dies kann man aber durch einen Manuell-Schaltmodus unterbinden. Der permanente Allradantrieb bevorzugt die Hinterräder. Die Vorderräder greifen bei Traktionsverlust ein.

Fahrleistungen und Kosten

Fahrleistungen Durch die wuchtigen Räder verliert der Kia ein paar Zehntelsekunden bei der Beschleunigung und drei km/h bei der Höchstgeschwindigkeit.

Fahrwerk und Sicherheit Die Straßenreifen verkürzen den Bremsweg aus Tempo 100 um gut einen halben Meter. Vier Airbags sind Standard, ein ESP gibt es nicht.

Komfort Der im Kaltlauf nagelnde Motor stört im edel aufgemachten Executive, warm beruhigt er sich. Die etwas stoßige Federung wird durch die Niederquerschnittreifen nochmals eine Klasse ruppiger.

Preis und Kosten 6300 Euro kostet das Executive-Paket. Mit Automatik und Schiebedach kommt der "Brabus"-Koreaner an die 40.000-Euro-Grenze. So eine schicke Schale kostet eben richtig Geld.

Fazit und technische Daten

Fazit An sich ist der Kia Sorento 2.5 CRDi schon von Haus aus ein höchst attraktiver Allradler – wie seine Zulassungszahlen beweisen. Das Sondermodell Executive zeigt, wie man den Koreaner wirkungsvoll verfeinern kann. Ein bißchen Leder hier, ein wenig Lack da, fertig ist der Edel-Offroader im Ausgehanzug. Daß sich dabei kaum objektive Vorteile ergeben, muß jedem klar sein. Der größte Vorteil des Sorento bleibt allerdings auf der Strecke: sein günstiger Preis.

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