Kia Sorento (2015): Fahrbericht

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Kia Sorento (2015): Fahrbericht

— 19.01.2015

Erste Fahrt im neuen Kia Sorento

Kia hat den neuen Sorento auf stattliche 4,78 Meter wachsen lassen. Wir sind die dritte Generation des koreanischen SUVs gefahren.

Video: Kia Sorento (2015)

Erste Fahrt im neuen Sorento

Kia hat den Sorento um knapp zehn Zentimeter auf ganz schön stattliche 4,78 Meter gestreckt. Damit hat die dritte Generation des koreanischen SUVs innen mehr Platz für Kind und Kegel und auf Wunsch für eine dritte Sitzreihe. Das Ambiente mit viel Lack und Leder und einem ebenso aufgeräumten wie unaufgeregten Cockpit ist noch gediegener, die Ausstattung mit Abstandstempomat, Klimasitzen, Verkehrszeichen-Erkennung und smarter Heckklappe noch besser und das Fahren noch entspannter. Der Sorento macht einen Schritt nach vorn und verkürzt den Abstand zu Mercedes M-Klasse oder BMW X5 wieder ein Stückchen.
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Drei Motoren stehen zur Wahl: ein Benziner mit 188 PS sowie zwei Diesel-Vierzylinder mit 185 PS und 200 PS.

Leise und lässig rollt das Dickschiff über die Autobahn und gibt den gemütlichen Kilometerfresser: Während die Elektronik über die Spurführung und den Abstand zum Vordermann wacht, die Isolierverglasung die Insassen wie in Watte packt und einen das neue Fahrwerk wie auf Wolken bettet, rollt man seinem Ziel entgegen wie im Erste-Klasse-Abteil des ICE – nur nicht ganz so schnell. Denn egal, welche Motorvariante man auch wählt, mehr als 203 km/h sind mit dem Sorento nicht drin. Spätestens da ist es dann vorbei mit der Konkurrenzfähigkeit der Koreaner, denn M-Klasse und X5 ziehen da locker davon.

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Direktere Lenkung als im Vorgänger

Obwohl der Sorento mittlerweile fast die fünf Meter knackt und knappe zwei Tonnen auf die Waage bringt, schlägt er sich auch auf der Landstraße ganz tapfer: Sobald man als "Drive Mode" statt Eco oder Komfort das Sport-Programm wählt, wirkt der Geländegänger ein bisschen giftiger, die Lenkung arbeitet etwas direkter und die Sechsgang-Automatik schaltet früher hoch und später runter. So stürmt man ziemlich ambitioniert durch die Provinz, wedelt lässig am lahmen Vordermann vorbei und freut sich am Allradantrieb, mit dem man auch in schnellen Kurven halbwegs nahe an der Ideallinie bleibt.

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Benziner mit 188 PS, Diesel mit 185 PS oder 200 PS

Nutzt man den Sorento als Fünfsitzer, ist der Kofferraum riesig.

In Fahrt bringen den neuen Sorento die alten Motoren, die lediglich ein bisschen überarbeitet wurden, noch immer mit sechs Gängen auskommen müssen und beim Verbrauch allenfalls im Mittelfeld landen werden. Statt den Aufstieg womöglich auch mit einem Sechszylinder zu untermauern, mit der Zeit zu gehen und den Hybrid-Antrieb aus dem Optima zu übernehmen oder gleich eine Plug-in-Variante aufzulegen, bliebt es deshalb bei den bekannten Vierzylindern: Los geht es mit dem 2,2 Liter großen Diesel, der jetzt auf 200 PS kommt und wahlweise mit Front- oder Allradantrieb angeboten wird. Er stemmt 441 Nm an die Achsen und macht dabei zumindest im dichten Verkehr eine gute Figur, weil er kräftig zupackt und beim Zwischenspurt tapfer ausschreitet. Nur wenn die Straße frei ist, geht ihm bei höherem Tempo zu früh die Luft aus. Im internationalen Portfolio gibt es außerdem noch einen 2,4-Liter-Benziner mit 188 PS und einen 2,0-Liter-Diesel mit 185 PS, die bei Bedarf ebenfalls ins Deutschland-Programm übernommen werden können.

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Preise ab knapp unter 35.000 Euro

Mehr Platz für Kind und Kegel, trotz des gewachsenen Formats ein schlankeres Design und sichtlicher Fortschritt bei Ausstattung und Ambiente – so klopft der Sorento in der dritten Auflage lautstark an die Tür zum Oberhaus. Das gilt allerdings auch für die Preise, die mit dem Generationswechsel (Markteinführung: Februar 2015) ein wenig steigen und künftig bei 34.990 Euro beginnen werden. Wer allerdings Allrad und die beste Ausstattung bestellt, ist schon bei 51.190 Euro – und kommt dann auch in dieser Disziplin gefährlich nahe an M-Klasse oder X5.

Autor: Thomas Geiger

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