Kia Sorento: Fahrbericht
— 15.10.2012So fährt der neue Kia Sorento
Kia hat den Sorento nach nur drei Jahren überarbeitet. Unter der kaum veränderten Hülle steckt eine neue Plattform – wir haben ihn schon gefahren.
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Das Facelift-Modell sitzt auf einer anderen Plattform, und zwar auf der des neuen Hyundai Santa Fe. Die anders geformten Bodenbleche schaffen einen Zentimeter mehr Innenraumhöhe. Auch den Fondpassagieren bleiben drei Zentimeter mehr Beinfreiheit. Beschwerden über die Innenraummaße des Sorento dürften den Koreanern allerdings auch in der Vergangenheit höchst selten zu Ohren gekommen sein – wirklich spürbar ist dieser Fortschritt nicht. Der zentrale Unterschied zum alten Modell wird deutlich beim Fahren: Er ist besser gedämmt und spürbar leiser. Dafür dürften vor allem die vom Santa Fe übernommenen, stabileren Hilfsrahmen der Vorder- und Hinterachsaufhängung verantwortlich sein, im Zusammenwirken mit großzügiger dimensionierten Fahrwerksbuchsen und längeren Hinterachs-Längslenkern. Die Karosserie ist nach Herstellerangaben um 18 Prozent verwindungssteifer als die des Vorgängers – das ist beim Fahren auf unebener Oberfläche tatsächlich spürbar.Überblick: Geländegänger bei AUTO BILD ALLRAD
Um den cw-Wert zu senken, legten die Entwickler das SUV einen Zentimeter tiefer. Die nun verwendeten Achskonstruktionen vom Hyundai Santa Fe reduzieren den Verlust an Bodenfreiheit laut Hersteller auf einen halben Zentimeter – wir werden das in einem späteren Test nachmessen. Fest steht: 185 cm Bodenfreiheit stempeln den Sorento zum Familien-SUV – Gummistiefel-Profis bietet er sich nicht mehr an. Allradtechnisch blieb es bei der manuell sperrbaren Lamellenkupplung, die auf losem Untergrund die Antriebskraft vorn-hinten auf Knopfdruck 50:50 verteilt.
Wir fuhren den überarbeiteten, nun Euro 5 erfüllenden 2.2 CRDi mit der sanft schaltenden, empfehlenswerten Sechsstufen-Automatik. Die Leistung blieb bei 197 PS, das Drehmoment bei 437 Nm, auch die bei der Automatikversion angenehm lange Übersetzung. Bei 3000/min rennt der Sorento laut Tacho 170 km/h. Dank einer neuen Abgasrückführung sank der CO2-Ausstoss. Der in Deutschland eher ein Nischendasein fristende 2,4-Liter-Benziner verfügt nun über eine Direkteinspritzung. Die Leistung stieg von 174 auf 192 PS. Mehr Sicherheit stand ebenfalls im Lastenheft: Der Sorento ist der erste Kia mit aktiver Motorhaube. Die Liste der erhältlichen Assistenzsysteme wurde länger: Gegen Aufpreis gibt's nun Einparkassistent für Einparkmanöver parallel zur Straße (in einem Paket zu 1400 Euro enthalten), Totwinkelassistent und Spurhalteassistent (beides in einem 1050-Euro-Paket). Die neuen Sorento-Modelle rollen noch im Oktober zu den Händlern. Preise für den Benziner ab 29990 Euro für den Benziner, ab 32.290 Euro für den Diesel.
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