Gebrauchtwagen-Test Kia Sorento II

Kia Sorento II (Typ XM): Gebrauchtwagen-Test

— 02.05.2017

Zum Glück gibt es Garantie

Mit der zweiten Auflage veränderte Kia seinen Erfolgs-SUV Sorento grundlegend. Einige der alten Probleme sind jedoch geblieben.

An Mut mangelt es den Koreanern nicht: 2002, die Marke kämpfte noch mit ihrem Billigimage, brachte Kia ein SUV für mehr als 30.000 Euro auf den Markt. Mit Erfolg. Der Sorento war so gefragt, dass Kunden bereitwillig bis zu zwölf Monate auf ihren Neuwagen warteten. Mit der zweiten Sorento­-Generation, intern Typ XM genannt, wagte Kia dann den kompletten Neuanfang. Wurde beim Vorgänger noch konsequent auf die klassischen Offroad­-Zutaten wie Starrachse, Geländeuntersetzung und Leiterrahmen gesetzt, diente nun eine selbsttragende Frontantriebs-­Bodengruppe mit Quermotor als Basis. Sperren und Untersetzung flogen aus Platzgründen raus. Ein Wandel, der mit Blick auf den wachsenden SUV-­Markt nachvollziehbar, aber nicht unproblematisch war. Denn er brachte auch Nachteile mit sich: Waren beim ersten Sorento noch Anhänger mit bis zu 3,5 Tonnen Gewicht erlaubt, sind es beim zweiten nur noch 2,5 und mit Automatik läppische zwei Tonnen. Für viele Boots- ­und Pferdebesitzer ein handfestes Manko.

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Kupplung, Turbolader, Reifen: Der Sorento verschleißt schnell

Weiche Dämpfer und die Sitze mit wenig Seitenhalt machen klar, was der Sorento sein möchte: ein Wagen zum Reisen, nicht zum Rasen.

Mit Blick auf die Leidensfähigkeit des Modells aber eine richtige Entscheidung. Schon so halten Kupplungen teilweise nur 60.000 Kilometer, können Turbolader streiken, verschleißen die Reifen überdurchschnittlich schnell. Schlechter Geradeauslauf und starkes Untersteuern sind die Folgen. Schweres Gepäck am Haken macht's nur schlimmer. "No sports!" ist auch die Devise des Fahrwerks. Federn und Dämpfer sind von der gemütlichen Sorte, schnelle Kurvenfahrten machen seekrank. Mit bis zu sieben Sitzen gibt's dafür reichlich gemütliches Familientalent. Unter der Haube arbeitet dann passenderweise der 2,2­Liter­-CRDi, eine Kia­-Eigenentwicklung. Mit 197 PS und einem Drehmoment von 421 Nm liefert er schon untenherum genügend Kraft und passt damit deutlich besser zum Fahrzeugcharakter als die seltenen Benziner mit 174 oder 192 PS, die unter Last zum Saufen neigen. Da bereitet die Werksgarantie von sieben Jahren mehr Spaß. Sie macht speziell jüngere Gebrauchte zum Tipp, weil Reparaturkosten kalkulierbar bleiben. Hier hat Kia in alter Tradition wieder Mut bewiesen.
Technische Daten: Kia Sorento 2.2 CRDi 4WD
Motor Vierzylinder/vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2
Hubraum 2199 cm³
Leistung 145 kW (197 PS) bei 3800/min
Drehmoment 421 Nm bei 1800/min
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
0–100 km/h 9,6 s
Tank/Kraftstoff 70 l/Diesel
Getriebe/Antrieb Sechsstufenautomatik/Allrad
Länge/Breite/Höhe 4685/1885/1755 mm
Kofferraumvolumen 528-1570 l
Leergewicht/Zuladung 1795/715 kg
Was beim AUTO BILD-Testwagen aufgefallen ist und auf welche Mängel Käufer beim Kia Sorento außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie. Der komplette Artikel steht in unserem Artikelarchiv als PDF-Download für Sie bereit.

Gebrauchtwagen-Test Kia Sorento II (Typ XM)

Gebrauchter Kia Sorento II (Typ XM) ab 10.000 Euro

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt vom Kia Sorento II (Typ XM) (Gebrauchtwagentest).

Veröffentlicht:

14.04.2017

Preis:

1,00 €

Autor:

Malte Büttner

Fazit

Der Sorento II wurde besser als sein Vorgänger, aber auch beliebiger. Das hat ihn im harten Konkurrenzkampf seinen Erfolg gekostet. Gebrauchte sind günstig, aber nicht problemlos. Eine große Sicherheit bringt daher die lange Werksgarantie.

Stichworte:

SUV

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