Kia Sorento von Giacuzzo im Test

Kia Sorento von Giacuzzo: Test

— 01.08.2016

Blau gemacht

Mit dem Giacuzzo Sorento 2.2 CRDi stand der wohl einzige getunte Kia Sorento Deutschlands bei uns auf der Matte. Mattblaue Folierung inklusive.

Als Nischentuner hat man es nicht einfach, schließlich sind die Absatzzahlen der Basis nicht die beste Ausgangsposition, um ordentliche Stückzahlen in den Markt zu drücken. Dass es sie trotzdem gibt, die Giacuzzos dieser Welt, bereichert die ohnehin bunte Tuningbranche dafür umso mehr.

Beim Sprint ist der getunte Sorento der Serie überlegen

Leistungsplus per Zusatzbox: 20 PS und 77 Nm mehr holt der Tuner aus dem 2,2-Liter-Diesel.

 • Längsdynamik Per Zusatzbox kitzelt Giacuzzo ein Leistungsplus von 20 PS und 77 Nm aus dem 2,2-Liter- Vierzylinder. Trotz der deutlich größeren Räder – 20 statt 18 Zoll – hat das Tuningauto mit 8,6 statt 9,4 Sekunden von 0 bis 100 km/h klar die Nase vorn. Die Höchstgeschwindigkeit sollte eigentlich nach wie vor bei abgeregelten 200 km/h liegen, was den blauen Blitz allerdings nicht davon abhielt, während unseres Tests bis auf GPS-gemessene 206 km/h zu stürmen. • Querdynamik Affinität zur Kurvenhatz wird man einem Kia Sorento nie nachsagen können. Die Lenkung ist taub, Gewicht und Schwerpunkt liegen zu hoch. Dagegen kommt auch das rundum von 235/60 R 18 auf 255/45 R 20 gewachsene Reifenformat nicht an. Allenfalls die Tieferlegung bringt eine Prise Kurvenpfeffer in die Angelegenheit.
Alle News und Tests zum Kia Sorento

Emotional entfacht der getunte Kia kein Feuerwerk

Begeisterung geht anders: Giacuzzo gibt sich Mühe mit Folierung und Auspuff – richtig zünden tut es nicht.

 • Emotion Fehlendes Engagement kann man Giacuzzo nicht vorwerfen. Eine vierflutige Abgasanlage soll dem Dieselaggregat zumindest einen Hauch Emotion entlocken, klappen will das allerdings nicht so recht. Immerhin machen die verbauten Räder und die sauber verarbeitete Folierung in Mattblau aus dem rehbraunen Kia eine auffällige Erscheinung. • Alltag Tieferlegung und größere Räder bergen kaum bis keine spürbaren Nachteile im Alltag. • Preis/Leistung Leistungssteigerung inklusive TÜV für 1250 Euro sind angesichts der Mehrleistung ein relativ steiler Kurs. Unser Testwagen kostet mit komplettem Tuning und Extras ab Werk über 60.000 Euro. Alternativen für sportive Sorento-Besitzer sind allerdings rar, und das Angebot ist ein exklusives.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Fahrzeugdaten Giacuzzo Kia Sorento
Motorbauart R4, Turbodiesel
Einbaulage vorn quer
Hubraum 2199 cm³
kW (PS) bei 1/min 162 (220)/3650
Literleistung 100 PS/l
Nm bei 1/min 518/k. A.
Antrieb Allrad
Getriebe 6-Stufen-Automatik
Bremsen vorn 320 mm/innenbelüftet
Bremsen hinten 314 mm
Reifengröße vorn 255/45 R 20
Reifengröße hinten 255/45 R 20
Maße L/B/H 4780/1890/1655 mm
Messwerte
0-100 km/h 8,6 s
60-100 km/h 5,2 s (4. Gang)
80-120 km/h 7,5/12,0 s (5./6. Gang)
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 35,1 m
aus 100 km/h warm 34,2 m
Vmax 206 km/h
Testverbrauch 8,7 l/100 km
Leergew./Zuladung 1958/552 kg
Leistungsgewicht 8,9 kg/PS
Autor:

André Aust

Fazit

Wer das Bedürfnis verspürt, seinem Kia Sorento das gewisse Etwas zu verleihen, der ist bei Giacuzzo an der richtigen, weil vermutlich einzigen Adresse. Die Leistungssteigerung zeigt Wirkung, Anbauteile und Folierung geben der Optik eine nachhaltige Auffrischung, ohne den Alltagsnutzen zu vernachlässigen.

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