Kia Sportage Skoda Yeti

Kia Sportage/Skoda Yeti: Test

— 26.02.2012

So viel Spaß muss sein

Kia Sportage und Skoda Yeti bieten rustikale Optik, Platz und eine angemessen hohe Sitzposition. Auf den Allradantrieb kann man indes gut verzichten.

Welch ein Auftritt: massiger Körper, markanter Grill, messerscharfe Lampen. Als Land Rover den Evoque vorstellte, überschlugen sich die Lobeshymnen. Den Kia Sportage hatte da wohl niemand mehr auf der Liste – doch der kann all das (fast) genauso gut. Im Vergleich mit dem Koreaner wirkt der Skoda fast zierlich, baut kompakt. Er hat überraschend viel Platz, ein Verdienst seiner reinen Kastenform. Dazu kommt noch die ausgeprägte Variabilität. Die drei, wenn auch schmalen, Einzelsitze im Fond lassen sich verschieben, kippen und ausbauen.

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Schön sein allein reicht nicht: Im Vergleich fährt der Yeti dem Sportage am Ende davon.

Mit so viel Finesse kann der Kia nicht dienen. Zwar ist auch er geräumig, bei ihm lässt sich hinten jedoch nur die Rücklehne geteilt umlegen. Mehr nicht. Angetrieben wird der Koreaner von einem ruppigen 1,7-Liter-Diesel. Der hat mit dem Zwei-Tonnen-Trumm seine Mühe, dreht zäh und wirkt vor allem bei höheren Drehzahlen schlapp. Er trägt einen erheblichen Anteil daran, dass der unwillig einlenkende Kia schwerfällig und behäbig wirkt. Kein Vergleich mit dem agil und leichtfüßig abgestimmten Yeti. Für die Zukunft wünschen wir uns bei ihm aber eine etwas geschmeidigere Federung, der Skoda nimmt Querfugen und Ähnliches doch recht energisch. Sein Zweiliter-TDI läuft geschmeidiger und kultivierter als die Kia-Baumaschine, dreht lockerer. Flotter unterwegs als der Sportage ist er aber auch nicht. Den 110-PS-Yeti berechnet Skoda als Elegance mit 26.290 Euro. Kia bittet für den Sportage mit Spirit-Ausstattung 27.910 Euro zu überweisen. Ergebnis: Schön sein allein reicht nicht.
Fahrzeugdaten Kia Skoda
Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Vierzylinder, Turbo, vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb Kette Zahnriemen
Hubraum 1685 cm³ 1968 cm³
kW (PS) bei 1/min 85 (115)/4000 81 (110)/4200
Nm bei 1/min 260/1250 250/1500
Vmax 173 km/h 177 km/h
Getriebe Sechsgang manuell Fünfgang manuell
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung 235/55 R 18 H 225/50 R 17 W
Radgröße 7 x 18" 7 x 17"
Abgas CO2 147 g/km 140 g/km
Verbrauch* 6,6/5,0/5,6 l 6,6/4,7/5,4 l
Tankinhalt 55 l/Diesel 55 l/Diesel
Vorbeifahrgeräusch 73 dB (A) 73 dB (A)
Anh舅gelast gebr./ungebr. 1200/750 kg 1500/650 kg
Kofferraumvolumen 465–1353 l 405–1760 l
Grundpreis (wird bewertet) 27.910 Euro 26.290 Euro
*innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km
Messwerte Kia Skoda
Beschleunigung
0–50 km/h 4,1 s 4,0 s
0–100 km/h 12,8 s 12,7 s
0–130 km/h 24,7 s 21,5 s
Elastizität
60–100 km/h 8,4 s (4. Gang) 11,3 s (4. Gang)
80–120 km/h 18,1 s (6. Gang) 18,7 s (5. Gang)
Leergewicht/Zuladung 1586/354 kg 1502/458 kg
Gewichtsverteilung v./h. 59/41 % 60/40 %
Wendekreis links/rechts 11,0/11,1 m 10,4/10,5 m
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 38,9 m 38,6 m
aus 100 km/h warm 38,3 m 38,9 m
Innengeräusch
bei 50 km/h 61 dB (A) 60 dB (A)
bei 100 km/h 69 dB (A) 68 dB (A)
bei 130 km/h 71 dB (A) 70 dB (A)
Testverbrauch – CO2 6,3 l D – 168 g/km 6,2 l D – 164 g/km
Reichweite 860 km 880 km

Autoren: Dirk Branke, Stefan Voswinkel

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