Kia Sportage Wagon 2.0 16V

Kia Sportage Wagon 2.0 16V Kia Sportage Wagon 2.0 16V

Kia Sportage Wagon 2.0 16V

— 12.02.2002

Der große Wagon

Kia verlängert den Sportage und setzt beim Wachstum auf einfache Mittel.

Motor und Fahrwerk

Den letzten Wachstumsschub gab es vor zwei Jahren (1998), mit der Abnabelung von Karmann und der Verlagerung der Produktion nach Korea. Damals schoss der Kia Sportage Fünftürer auf 4,41 Meter. Jetzt legt er noch mal 32 Zentimeter zu und geht als eigenes Modell namens "Wagon" an den Start.

Motor und Getriebe Unverändert die Antriebslage. Der rauhe Zweiliter müht sich in niedrigen Drehzahlen redlich, kommt obenrum aber schnell aus der Puste und verlangt mit 12,1 Litern alle 100 Kilometer einen echten Spitzenlohn. Tröstlich: Kia muss den Euro-2-Motor ab 1. 1. 2001 sauberer machen (D3 wird Pflicht) - oder ersetzen.

Fahrwerk und Sicherheit Trotz starker Seitenneigung braves Fahrverhalten. Bei Nässe schafft der zuschaltbare Frontantrieb Sicherheit, erlaubt zusammen mit dem selbstsperrenden Hinterachsdifferenzial (40%) und 21,6 Zentimeter Bodenfreiheit das Spielen im Sand. Bitterer Ernst: gefühllose Lenkung, schwache Bremsen (42,9 m).

Komfort und Preis

Karosserie und Innenraum Kleine Ursachen, große Wirkung: Zwischen den Stoßfängern 32, bis zum Dach fünf Zentimeter mehr und das Reserverad unter den Kofferraum verbannt - schon schwillt das Gepäckabteil auf 483 bis 1319 (sonst 373-640) Liter. Genug für die Familie, die bei 1,8 Tonnen Anhängelast auch mal Campingurlaub machen darf.

Nachsitzen müssen die Innenarchitekten. Die Fondsitze lassen sich zwar falten und vorklappen - geteilt ist aber nur die Lehne, die Mechanik fummelig. Nachlässig auch die Verarbeitung. Mittelkonsole und Armlehne vorn wackeln Mitleid erregend - jeder Legobausatz erweist sich als stabiler.

Komfort Die weiche Federung ist noch als akzeptabel, die viel zu kleinen Sitze nicht. Im Fond massieren die Kopfstützen langen Kerls die Schulterblätter, eine Höhenverstellung für Sitze und Gurte fehlt völlig. Korea-Konfektion, die passt - oder eben nicht.

Preis und Kosten Der Lichtblick: Sogar Klima und Alus fahren ab Werk mit, drei Jahre Garantie sowieso. Trotzdem bleibt der Wagon mit 41.290 Mark noch 4010 Mark unter einem fünftürigen Freelander mit 120 PS.

Fazit Der Kia Sportage ist zwar gewachsen, wahre Größe beweist der Wagon aber tatsächlich nur beim Kofferraum. Motor, Fahrwerk und Bremsen erreichen allenfalls durchschnittliches Niveau. Kia verpasst die Chance, aus dem Sportage einen modernen SUV zu machen. Immerhin: Auch der Preis hinkt seiner Zeit hinterher.

Technische Daten und Ausstattung

Technik Motor Vierzylinder-Benziner • Hubraum 1998 cm3 • Leistung 94 kW (128 PS) bei 5400/min • Drehmoment 175 Nm bei 4700/min • Getriebe 5-Gang manuell • Antrieb Heck, Front zuschaltbar • Bremsen Scheiben/Trommel, ABS • Reifen 205/70 R 15 S • Kofferraum 483/1319 l • Tankinhalt 63 l • Länge/Breite/Höhe 4435/1764/1695 mm • Leergew./Zuladung 1555/505 kg • Anhängelast (gebremst) 1800 kg

Serienausstattung ABS • Fahrer-/Beifahrer-Airbag

Extras Elektrisches Schiebedach 1450 Mark • Vierstufen-Automatik 2450 Mark

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